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Auf den Punkt gebracht

Von: alfred mateja (alfred.mateja@gmx.at) [Profil]
Datum: 01.11.2009 14:10
Message-ID: <0174b1a3-a6ae-4eb6-8fc2-981bb31bc9f3@n35g2000yqm.googlegroups.com>
Newsgroup: de.comm.funk.amateur
Die ganze Diskussion um Amateur Radio over Internet Protocol (ARoIP)
ist reduzierbar auf die Frage, ob unser "Hobby" leitungsgebundenen
Signaltransfer über größere Strecken einschließt.

Was auf den ersten Blick nur verneinbar erscheint, wird bei genauerem
Hinsehen - siehe

http://www.qth.at/oe5akm/sonstiges/Schriften.doc -

zumindest fragwürdig, wenn nicht sogar klar bejahbar.

Persönlich habe ich allerdings den Eindruck, dass ARoIP-Gegner sich an
diesem Punkt nicht mehr von Argumenten leiten lassen, sondern von
einer IDEOLOGIE, die besagt: ARoIP hat im "Hobby" nichts zu suchen; es
ist in manchen Punkten der klassischen KW-Verbindung überlegen - und
das darf es innerhalb des "Hobbys" nicht geben! - Also lehnt man ARoIP
in diesen Kreisen kategorisch ab und erklärt es als nicht zum "Hobby"
gehörig (Stichwort Simulation, Telefon...)! - Dies fällt im deutschen
Sprachraum leicht, solange man Amateur RADIO mit AmateurFUNK übersetzt
und den feinen Bedeutungsunterschied zwischen den beiden Begriffen
geflissentlich unter den Teppich kehrt. Dies freilich um den Preis,
dass man dann zu argumentativen Kapriolen und logischen Bocksprüngen
geradezu genötigt wird...

Wie dem auch sei: Eine stetig steigende Zahl von ARoIP-Usern zeigt,
dass mit dieser Technologie ganz offensichtlich einem dringenden
Bedürfnis vieler Radio-Amateure abgeholfen wird. Und während so
mancher FUNKamateur sein "Hobby" weiterhin ausschließlich hinter
selbst errichteten Grenzen (Wittgenstein lässt grüßen!) betreibt,
pflegen RADIO-Amateure einen lockeren Umgang mit den zusätzlichen
neuen Möglichkeiten - ohne deswegen die alten zu verachten!

73, Alfred, OE5AKM

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