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<2009-11-30> FAQ - Wichtige Golfbegriffe und ihre Bedeutung (2/2)

Von: Simon Paquet (sipaq@gmx.de) [Profil]
Datum: 31.05.2010 00:04
Message-ID: <2-golfbegriffe-faq-31.5.2010@thorongil.babylonsounds.com>
Followup-to: poster
Newsgroup: news.answers de.answers de.rec.sport.golf
Archive-name: de/sport/golfbegriffe/faq2
Posting-frequency: monthly
Last-modified: 2009-11-30
URL: http://www.babylonsounds.com/golf
Disclaimer: Approval for *.answers is based on form, not content.

FAQ - WICHTIGE GOLFBEGRIFFE UND IHRE BEDEUTUNG (2/2)
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hallo!
Diese FAQ (frequently asked questions) soll dir dabei helfen, dich mit
häufig vorkommenden Golfbegriffen vertraut zu machen und ihre Bedeutung
zu erlernen. Diese FAQ erhebt allerdings keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Manche Bereiche sind absichtlich sehr knapp gehalten,
um die Verständlichkeit zu verbessern.

Wenn du Fragen oder Verbesserungsvorschläge hast, dann stelle diese
bitte in der Newsgroup news:de.rec.sport.golf oder schicke mir eine
E-Mail an die Adresse <sipaq@gmx.de>

Eine etwas ausführlichere Version dieses Textes ist im WWW unter
http://www.babylonsounds.com/golf abrufbar.

Übersicht für Teil 2
===================
10. Vorgabe (Handicap)
11. Zählweisen
12. Wettspiele
13. Danksagung


10. Vorgabe (Handicap)
=====================

Das hier vorgestellte System ist in den deutschsprachigen Ländern und
in vielen Ländern Kontinentaleuropas üblich. In den angelsächsischen
Ländern geht es ein wenig lockerer zu. Hier beginnen die offiziellen
Handicaps erst bei -28.0 (Herren) und -36.0 (Damen).

10.1. Vorgabe
-------------
Die Vorgabe dient beim Golf dem Vergleich der Leistung von
Amateur-Spielern verschiedener Spielstärken. Es wird vom jeweiligen
Heimatclub in der Vorgabenliste geführt.

Die Vorgabe gibt an, wieviel Schläge mehr als Par ein Spieler in einem
Zählspiel benötigen darf. Bei einem Kurs mit Par 70 und einer Vorgabe
von -16.0 muß ein Spieler also 86 Schläge benötigen, um seine Vorgabe
zu spielen und zu bestätigen.

Die offizielle Vorgabe beginnt bei -36.0 (man beachte das Minus). Einen
Endpunkt gibt es nicht. Es ist allerdings kein Spieler bekannt, der
jemals eine Vorgabe von besser als +8 erreicht hat. Spieler einer
solchen Spielstärke wechseln normalerweise zu den Profis.

Die Vorgaben werden in verschiedene Vorgabenklassen eingeteilt:

Vorgaben-Klasse 1         bis    -4,4
Vorgaben-Klasse 2  -4,5   bis   -11,4
Vorgaben-Klasse 3  -11,5  bis   -18,4
Vorgaben-Klasse 4  -18,5  bis   -26,4
Vorgaben-Klasse 5  -26,5  bis   -36,0
Clubvorgaben       -37    bis   -54

10.2. Stammvorgabe
------------------
Zur Berechnung der Vorgabe dient die sogenannte Stammvorgabe. Die
Stammvorgabe gibt auf eine Kommastelle genau die Vorgabe an. Die
jeweilige Spielvorgabe ergibt sich aus den Course-Rating-Tabellen des
bespielten Platzes.

10.3. Verbesserung oder Verschlechterung der Vorgabe
----------------------------------------------------
Die Verbesserung geschieht durch das sog. Unterspielen, d.h. man spielt
auf einer Runde besser als man es laut eigener Spielvorgabe eigentlich
tut. Je nach Vorgabenklasse wird jeder Schlag um den man sich
unterspielt, unterschiedlich gewertet. Verbesserungen/Verschlechterungen
der Vorgabe sind nur in vorgabewirksamen Turnieren oder auf EDS-Runden
(bis HC -18.5) möglich.

Vorgaben-Klasse 1   0.1 Punkte
Vorgaben-Klasse 2   0.2 Punkte
Vorgaben-Klasse 3   0.3 Punkte
Vorgaben-Klasse 4   0.4 Punkte
Vorgaben-Klasse 5   0.5 Punkte
Clubvorgaben        1.0 Punkte

Ein Spieler mit Stammvorgabe -26.3, der sich um 6 Schläge
(6 x 0.4 = 2.4) unterspielt erhält also die neue Stammvorgabe -23.9.

Etwas komplizierter wird die Rechnung, wenn ein Spieler die
Vorgaben-Klassengrenzen überschreitet. Hier wird der Spieler solange
mit dem für seine Klasse geltenden Schrittmaß heruntergesetzt, bis er
die Klassengrenze überschreitet. Sind nun noch unterspielte Schläge
übrig, wird er mit dem für seine neue Vorgaben-Klasse geltenden
Schrittmaß weiter heruntergesetzt. Ein Spieler mit Stammvorgabe -12.1,
der sich um 6 Schläge heruntergespielt hat, wird folglich mit drei
Schlägen heruntergesetzt (3 x 0.3 =0.9). Nun hat er Stammvorgabe -11.2
und ist somit in einer neuen Vorgabenklasse. Die verbleibenden drei
Schläge werden nun mit dem neuen Schrittmaß verrechnet (3 x 0.2
0.6), so daß unser Beispiel-Spieler am Ende eine Stammvorgabe von -10.6
erhält.

Natürlich kann man sich beim Golf nicht nur verbessern, sondern man
kann sich (leider) auch verschlechtern. Verschlechtern tut man sich
immer dann, wenn man schlechter als die eigene Spielvorgabe spielt und
außerdem den sogenannten Schonbereich (siehe Tabelle) nicht erreicht.
Hochgesetzt wird man

- in den Vorgabe-Klassen 1 bis einschließlich 4 um 0,1 Punkte
- in der Vorgaben-Klasse 5 um 0,2 Punkte.

Heraufsetzungen bei Clubvorgaben sind nicht möglich.

Schonbereich
------------
Vorgaben-Klasse 1       1 Stableford-Punkt
Vorgaben-Klasse 2       2 Stableford-Punkte
Vorgaben-Klasse 3       3 Stableford-Punkte
Vorgaben-Klasse 4       4 Stableford-Punkte
Vorgaben-Klasse 5       5 Stableford-Punkte

Schonbereich bedeutet, daß die eigene Stammvorgabe nicht hochgesetzt
wird, wenn man höchstens so viele Schläge, wie im Schonbereich für die
jeweilige Vorgaben-Klasse vorgegeben, schlechter spielt. Ein Spieler
mit Stammvorgabe -7.0, der zwei Schläge schlechter als seine
Spielvorgabe gespielt hat, wird also nicht hochgesetzt, ein Spieler,
der drei Schläge schlechter gespielt hat, wird dagegen hochgesetzt.

10.4. Course-Rating
-------------------
Der Course-Rating-Wert ist das Mass des Schwierigkeitsgrades eines
Golfplatzes für Spieler mit niedriger Vorgabe (Vorgabe 0) unter
normalen Platz- und Wetterbedingungen. Ermittelt wird dieser Wert aus
der effektiven Spiellänge des Platzes und anderen Erschwernisfaktoren,
soweit diese das Spiel des Spielers erschweren (wie z.B. die Breite
der Fairways, die Höhe des Roughs, die Größe der Grüns und
Höhenunterschiede). Der Course-Rating-Wert wird in Schlägen angegeben,
auf eine Dezimalstelle hinter dem Komma genau. Für die
unterschiedlichen Abschläge (Herren/Damen, vordere bis hintere
Abschläge) gibt es in der Regel unterschiedliche Course-Rating-Werte.

10.5. Slope
-----------
Der Slope-Wert ist das Mass des relativen Schwierigkeitsgrades eines
Platzes für Golfer mit einer höheren Vorgabe (Vorgabe != 0). Der
Slope-Wert wird gerundet auf ganze Zahlen angegeben und kann zwischen
55 und 155 liegen. Ein Golfplatz mit einem standardisierten mittleren
Schwierigkeitsgrad hat einen Slope-Wert von 113. Für die
unterschiedlichen Abschläge (Herren/Damen, vordere bis hintere
Abschläge) gibt es in der Regel unterschiedliche Slope-Werte.

10.6. Umrechnung der Stammvorgabe in die Spielvorgabe
-----------------------------------------------------
Die DGV-Stammvorgabe (z.B. -17.4) ist vor einer Runde in die DGV-
Spielvorgabe umzurechnen. Denn die Höhe der DGV-Spielvorgabe hängt
stets davon ab, wie leicht oder schwer der Platz ist. D.h. auf schweren
Plätzen wird man mit einem höheren, auf leichten Plätzen mit einer
niedrigeren Vorgabe spielen. Konkret umgerechnet wird die Spielvorgabe
wie folgt:

Spielvorgabe = Stammvorgabe * Slope/113 - Course Rating + Par

Achtung:
Bitte immer darauf achten, das die Stammvorgabe ein negatives Vorzeichen
hat. Ignoriert man dieses, kommt man zu einem falschen Ergebnis.

Beispiel:
Auf einem Platz mit einem Slope von 133, einem Corse Rating von 71,2
(jeweils für die zu spielenden Abschläge) und einem Par von 72 ergibt
sich bei einer Stammvorgabe von -17,4 die folgende Spielvorgabe:

Spielvorgabe-Formel: = -17.4 x 133 : 113  71.2 + 72 = -19.67

Der Spieler/die Spielerin tritt also auf diesem Platz mit der
Spielvorgabe -20 an, Unter- und Überspielungen beziehen sich dann auf
diese Spielvorgabe.

10.7. Extra Day Score (EDS)
---------------------------
Vorgabenwirksam sind nicht nur Wettspiele, sondern auch bestimmte
Privatrunden. Europaweit einheitlich hat man sich darauf geeinigt,
diese vorgabenwirksamen Privatrunden als "Extra Day Scores" (EDS) zu
bezeichnen. Vorgabenwirksame Privatrunden dürfen jedoch nur
Spielerinnen/Spieler einreichen, deren DGV-Stammvorgabe höher als -18.4
ist. Im Bereich der Clubvorgaben und der DGV-Vorgabenklasse 5 können
beliebig viele Extra Day Scores im Jahr gespielt werden. In der DGV-
Vorgabenklasse 4 jedoch nur so viele, wie im aktuellen Kalenderjahr
bereits vorgabenwirksame Wettspielergebnisse durch eine Spielerin/einen
Spieler erzielt wurden. Der jeweilige Extra Day Score kann generell nur
dann als vorgabenwirksam anerkannt werden, wenn er auf dem Heimatplatz
gespielt wurde (für VcG-Spieler gilt der Platz als Heimatplatz, auf dem
die erste EDS-Runde des Jahres gespielt wurde), der Zähler Vorgabe
-36.0 oder besser hat und sich der Spieler vor der Runde im Sekretariat
registriert. Zu berücksichtigen ist, dass man sich auf EDS-Runden
sowohl unterspielen als auch überspielen kann.

10.8. Clubvorgabe
-----------------
Neben den offiziellen Vorgaben gibt es in Deutschland auch noch die
sogenannten Clubvorgaben, die von Vorgabe -37 bis Vorgabe -54 reichen.
Sie dienen dazu, um den Golfneuling behutsam an das Vorgabensystem
heranzuführen.

Vorgabe -54 ist gleichbedeutend mit der Erlangung der Platzreife und
berechtigt zur Teilnahme an Turnieren in der Vorgabenklasse 5.

10.9. PE
--------
Platzerlaubnis bzw. Platzreife (=Vorgabe -54) wird benötigt um auf dem
Golfplatz ohne Begleitung des Golftrainers spielen zu dürfen.

10.10. 9-Loch-Wettspiel
-----------------------
Seit 2006 sind in Deutschland auch vorgabewirksame Wettspiele über eine
Distanz von 9 Löchern möglich.
Hierbei sind folgende Eckpunkte für den teilnehmenden Spieler wichtig:
 Golfclubs steht es frei, ob sie vorgabenwirksame 9-Loch-Wettspiele
anbieten.
 9-Loch-Wettspiele sind nur für Spieler der DGV-Vorgabenklassen 3-6
(11,5-54) vorgabenwirksam.
 Dem auf neun Löchern erzielten Ergebnis werden für die
Vorgabenverwaltung 18 Stableford-Nettopunkte (für die nicht
gespielten zweiten neun Löcher) hinzugezählt.
 Die Pufferzone für Spieler der DGV-Vorgabenklassen 4 und 5 beträgt
34 bis 36 Stableford-Nettopunkte.
 Bietet ein Golfclub vorgabenwirksame 9-Loch-Wettspiele nicht an,
braucht er auch auswärtig erzielte 9-Loch-Ergebnisse nicht
anzuerkennen.
 EDS-Runden über neun Löcher sind nicht zugelassen.
 Abgebrochene 18-Loch-Wettspiele dürfen nicht nachträglich zu
vorgabenwirksamen 9-Loch-Wettspielen erklärt werden.

11. Zählweisen
=============

11.1. Zählspiel
---------------
Einfachste Spielform. Jeder Schlag wird gezählt bis der Ball im Loch
versenkt wurde. Es gibt eine Nettowertung und eine Bruttowertung. Bei
der Bruttowertung zählt nur die absolute Schlaganzahl. Bei der
Nettowertung zählt die absolute Schlaganzahl abzüglich der eigenen
Vorgabe (siehe Vorgabe).

11.1.1. Cut
-----------
Üblicherweise starten bei Profi-Golfturnieren bis zu 160 Spieler. Die
ersten beiden Runden werden mit allen Teilnehmern ausgespielt. Um die
Anzahl der Spieler für die letzten beiden Runden zu bestimmen, wird
entweder vor dem Turnier oder nach den ersten beiden Tagen ein sog. Cut
festgelegt. Der Cut beschreibt die maximale Anzahl der Schläge, die ein
Turnierteilnehmer nach den ersten beiden Turnierrunden haben darf, um
bei den letzten beiden Turnierrunden noch dabei sein zu dürfen. Bei
einem Cut, der während eines Turniers festgelegt wird, wird das
Ergebnis der ersten 70 und schlaggleichen Spieler als Cut festgegt.

Bei Amateurturnieren, wie den Clubmeisterschaften, setzen die Vereine
die Anzahl der Turnierrunden und die Anzahl der Spieler für den Cut
selbst fest. Diese unterscheiden sich teilweise stark von Club zu Club.

11.2. Zählspiel nach Stableford
-------------------------------
Hier werden statt der Schläge Punkte gezählt. Auch hier gibt es eine
Bruttowertung und eine Nettowertung.

Bei der Bruttowertung gilt:
Für jedes Bogey gibt es einen Punkt
Für jedes Par gibt es zwei Punkte
Für jedes Birdie gibt es drei Punkte, usw.

(Für eine Erklärung der Begriffe Bogey, Par und Birdie siehe auch
den Abschnitt Längeneinteilung und Lochergebnisse)

Bei der Nettowertung gilt:
Hier ist die Punkteanzahl abhängig von der eigenen Vorgabe (siehe
Vorgabe). Ein Spieler darf entsprechend seiner Vorgabe mehr Schläge
für die gleiche Punktzahl benötigen, als in der Bruttowertung.

Beispiele:
Ein Spieler hat Vorgabe -36.0. Er darf nun 36 Schläge mehr benötigen,
als in der Bruttowertung. Diese Schläge werden gleichmäßig auf die 18
zu spielenden Löcher verteilt. Der Spieler darf also an jedem Loch zwei
Schläge mehr benötigen, um die gleiche Punktzahl wie in der
Bruttowertung zu erreichen.

Für einen Spieler mit Vorgabe -36.0 gilt folglich:
Für jedes Triple-Bogey gibt es einen Punkt
Für jedes Double-Bogey gibt es zwei Punkte
Für jedes Bogey gibt es drei Punkte
Für jedes Par gibt es vier Punkte
Für jedes Birdie gibt es fünf Punkte, usw.

Hat ein Spieler eine nicht durch 18 teilbare Vorgabe, so werden die
Schläge entsprechend dem Schwierigkeitsgrad der Löcher verteilt.

Bei einer Vorgabe von -25.0 beispielsweise darf ein Spieler auf jedem
Loch einen Schlag mehr benötigen, um die gleiche Punktzahl wie in der
Bruttowertung zu erreichen. Die noch verbleibenden sieben Schläge
werden gleichmäßig auf die sieben schwersten Löcher des Platzes
verteilt, auf denen der Spieler dann zwei Schläge mehr benötigen darf.

11.3. Zählspiel gegen Par
-------------------------
Hier werden Plus (+) und Minus (-) gezählt. Auch hier gibt es eine
Bruttowertung und eine Nettowertung.

Bei der Bruttowertung gilt:
Für jedes Bogey (oder schlechter) gibt es ein Minus (-)
Für jedes Par gibt es eine 0
Für jedes Birdie (oder besser) gibt es ein Plus (+)

(Für eine Erklärung der Begriffe Bogey, Par und Birdie siehe auch
den Abschnitt Längeneinteilung und Lochergebnisse)

Bei der Nettowertung gilt:
Die Berechnung verläuft vollkommen analog zur Stableford-Zählweise.
Wiederum wird die Vorgabe gleichmäßig auf die einzelnen Löcher
verteilt.

Beispiel:
Ein Spieler hat Vorgabe -36.0. Er darf nun 36  Schläge mehr benötigen,
als in der Bruttowertung. Diese Schläge werden gleichmäßig auf die 18
zu spielenden Löcher verteilt. Der Spieler darf also an jedem Loch zwei
Schläge mehr benötigen, um die gleiche Anzahl an Plus oder Minus wie in
der Bruttowertung zu erreichen.

Für einen Spieler mit Vorgabe -36.0 gilt folglich:
Für jedes Triple-Bogey (oder schlechter) gibt es ein Minus (-)
Für jedes Double-Bogey gibt es eine 0
Für jedes Bogey (oder besser) gibt es ein Plus (+)


12. Wettspielarten
=================

12.1. Lochwettspiel
-------------------
Das Lochwettspiel ist das klassische 1 gegen 1 Spiel.

Jedes Loch wird einzeln ausgespielt. Gewinnt ein Spieler ein Loch, liegt
er "eins auf", während sein Gegenspieler folglich "eins unter"
liegt.
Diese Lochergebnisse werden nach jedem Loch gegeneinander aufgerechnet.

Das Lochspiel endet am letzten Loch bzw. an dem Loch, an dem die
Niederlage für einen der beiden Spieler nicht mehr abzuwenden ist.

Hier sind dann Ausdrücke wie beispielsweise "fünf auf drei" zu
hören.
Dies bedeutet: Ein Spieler lag "fünf auf", bei nur noch drei zu
spielenden Löchern.

12.2. Flaggenwettspiel
----------------------
Ein Flaggenwettspiel ist ein Zählspiel. Jeder Teilnehmer bekommt am
Start eine Flagge. Diese muß er an dem Ort, wo sein letzter Nettoschlag
zum Liegen kommt, einstecken. Der Spieler, dessen Fahne am weitesten
vorne steckt, hat gewonnen.

Der letzte Nettoschlag errechnet sich aus:
Par des Platzes + Vorgabe (siehe Vorgabe)

Bei einem Platz mit Par 73 und einem Spieler mit Vorgabe -16.0 wäre der
letzte Nettoschlag folglich der 89. Schlag.

12.3. Bestball
--------------
Wird meist als Stableford-Wettspiel ausgetragen. Jeder Spieler spielt
seinen Ball. Am Ende eines jeden Loches wird nur das beste Ergebnis des
gesamten Flights gewertet.

12.4. Scramble (Texas- und Florida-Scramble)
--------------------------------------------
Der ganze Flight (siehe Personen auf dem Golfplatz) spielt als
Mannschaft und wird zusammengewertet (Brutto oder Netto). Alle Spieler
schlagen mit einem eigenen Ball ab und die Mannschaft entscheidet sich
für den Ball, der am besten liegt. Dieser Ball wird mit einem Tee
markiert und alle Mannschaftsmitglieder schlagen von dieser Stelle
ihren zweiten Schlag, bis auf diese Art der Ball im Loch ist
(Texasscramble). Beim Floridascramble schlagen ebenfalls alle Spieler
ab, jedoch muß der Spieler, dessen Balllage ausgewählt wurde, aussetzen
und darf erst beim nächsten Ball wieder ins Spielgeschehen eingreifen.

12.5. Vierer
------------
Immer zwei Spieler spielen zusammen und schlagen abwechselnd den Ball.
Es gibt mehrere Spielarten, auf die nachfolgend eingegangen wird.

12.5.1. Vierer mit Auswahldrive
-------------------------------
Beide Spieler schlagen ab und spielen dann den ihrer Meinung nach besser
liegenden Ball abwechselnd weiter.

12.5.2. Klassischer Vierer
--------------------------
Beim klassischen Vierer wechseln sich beide Spieler auch bei den
Abschlägen ab. Das heißt der eine Spieler spielt immer die Abschläge der
ungeradzahligen Löcher, während sein Mitspieler immer von den Abschlägen
der geradzahligen Löcher spielt.

12.5.3. Chapman-Vierer
----------------------
Beim Chapman-Vierer schlagen beide Spieler ab, dann spielen sie den Ball
des jeweils anderen Partners weiter. Erst dann entscheiden sie, welchen
Ball sie nun gemeinsam weiterspielen möchten.

12.5.4. Vierball-Aggregat
-------------------------
Beide Spieler spielen ihren Ball, die Scores/Punkte werden nach
Beendigung des Wettspiels addiert. Eine Beratung untereinander ist
ausdruecklich verboten. Da jeder Spieler quasi ein Einzelwettspiel
durchfuehrt, ist diese Spielform (als einzige Viererspielform)
vorgabewirksam.

12.6. Longest Drive
------------------
Bei manchen Wettspielen ausgespielter Preis, den die/der gewinnt,
dessen Abschlag an einem bestimmten Loch am weitesten ist und
gleichzeitig noch auf dem Fairway (siehe Platzbegriffe) bleibt.

12.7. Nearest to the Pin
-----------------------
Bei manchen Wettspielen ausgespielter Preis, den die/der gewinnt,
dessen Abschlag an einem bestimmten Loch auf dem Green liegen bleibt
und am nähesten an der Fahne des Loches liegt.


13. An der Erstellung dieser FAQ waren bisher beteiligt
======================================================

Mein besonderer Dank gilt den folgenden Personen, die mir bei der
Erstellung dieser FAQ eine große Hilfe waren:

Marc Reichenbach, Thilo Herrmann, Jens Stark, Alexander Gebauer, Nils
Borngraeber, Norbert Koegl, Hubert Kotzler, Rüdiger Sahm, Christian
Erfurth und Alexander Keune.

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