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Unwetter

Von: Frank Hucklenbroich (hucklenbroich01@aol.com) [Profil]
Datum: 04.06.2008 14:39
Message-ID: <bdkrknmlva26.1f54sadw7ggbl$.dlg@40tude.net>
Newsgroup: de.alt.talk.unmut
Hallo!

Es hat dieses Jahr ein paar heftige Gewitter gegeben - wie es in dieser
Jahreszeit eigentlich normal ist. Dabei hat es heftig geregnet, gedonnert
und geblitzt, und leider auch einige Schäden gegeben - wie es auch
regelmäßig vorkommt.

Unmut erregend ist aber die reißerische Berichterstattung über das
Geschehen. Natürlich ist es für die Schreiberlinge eine Steilvorlage, daß
es die Unwetteropfer ausgerechnet im Killertal(sic!) gegeben hat (wobei ich
zugeben muß, daß ich das zunächst für eine neue Wortschöpfung
der
Journallie hielt).

Und wie es in diesen Berichten üblich ist, sind die Wassermasen in solchen
Fällen immer "reißend" (so wie Züge bei Unglücken
grundsätzlich immer
"rasen").

Die Krönung war aber eine Zeitung, die das ganze mit "Todesgewitter"
betitelte. Das hat doch schon eine gewisse Nähe zu "Todesstrahlen",
"Todesstern" und riecht förmlich noch Endzeit. Es war also kein normales
Gewitter, nein, es war eine Serie von Todesgewittern. Man mache sich mal
den Spaß und gebe diesen Begriff in Google ein - da bekommt man dann lauter
Treffer zu diesem Buzzword direkt aus dem Schützengraben.

Wir haben jetzt also nicht nur die Klimakatastrophe am Hals (auch so eine
schöne Wortschöpfung), nein, wir müssen uns jetzt auch noch vor
Todesgewittern fürchten. Bei derartig bedrohlicher Lage der Nation kommen
einem so Dinge wie die geplante Ausspähung der Wohnungen in denen
mutmaßliche terrorverdächtige Besuche tätigen doch wie Kasperletheater
vor.

Sind Todesgewitter eigentlich von der Versicherung abgedeckt?

Grüße,

Frank

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