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KiGa-Leiterinnen mit Blockwart-Mentalitaet

Von: Ralf Wenzel (ralf.wenzel@web.de) [Profil]
Datum: 02.06.2008 14:46
Message-ID: <10576f75-7c7e-4a33-a496-e625982d1221@f36g2000hsa.googlegroups.com>
Newsgroup: de.alt.talk.unmut
Moin moin,

meine Frau liegt mit Meningitis im Krankenhaus. Nich schlimm, ihr
gehts schon wieder sehr gut, alles kein Problem.

Wäre da nicht der KiGa, in den ich ihren Sohn heute brachte. Ich
wollte verhindern, dass die sich alle wundern, wenn der Kurze erzählt,
dass seine Mama im KH liegt. Also habe ich das vorab erwähnt und auf
die Nachfrage, was sie denn habe, auch "Meningitis" als Ursache
genannt.

Ein paar Stunden später erhalte ich nichtsahnend einen Anruf vom
AMTSARZT, er sei vom KiGa alarmiert worden und man habe ja schließlich
als Gesundheitsamt auch die Aufgabe, die Gesellschaft vor bestimmten
ansteckenden Krankheiten zu schützen.

Ich weiß nicht was in die Frau gefahren ist, diesen Menschen anzurufen
OHNE bei uns erstmal nachzufragen oder uns darauf vorzubereiten, dass
uns gleich ein Amtsarzt anrufen würde, ich habe extra nochmal alle
Nummern hinterlassen mit dem Hinweis, wo und wann ich zu erreichen
bin. Wir hätten ihr nämlich sagen können, dass sie auf einer ganz
normalen Station liegt und ich sie mit ihrem Sohn zusammen täglich
besuche - und folglich keinerlei Ansteckungsgefahr zu befürchten ist.

Dann hätte sie beim Amtsarzt qualifizierter fragen können ob sie sich
Sorgen um ihre Mitarbeiter machen muss. So musste erst der Arzt MICH
anrufen, weil er nur drei Namen, eine Nummer und "Meningitis" als
Infos bekommen hatte und ich ihm erst sagen musste, seit wann und wo
meine Frau überhaupt behandelt wird, damit er weiß wo er sich
erkundigen kann.

Eigentlich sollte eine KiGa-Leiterin besonnener handeln. Man stelle
sich vor, der Amtsarzt wäre genauso hysterisch gewesen und hätte
erstmal das Jugendamt verständigt. Oder Kinder bekommen Gerede der
KiGa-Mitarbeiter mit und erzählen das ihren Eltern (das nennt man dann
"Stille Post für Fortgeschrittene"). Oder der Kurze wäre alarmiert
worden durch "die besondere Aufsicht" die man dem Jungen zukommen
lassen wollte für den Fall dass er Symptome zeigt (wir machen extra so
routiniert weiter wie möglich, damit der Kleine sich KEINE Sorgen um
seine Mama macht). Oder Kunden von mir (die zum Teil bei mir ums Eck
wohnen) kriegen so ein Gerede mit.

Bin gerade vom KiGa-Leiterin-Falten zurück. Hat gut getan.


Ralf *manmanman

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