Re: KiGa-Leiterinnen mit Blockwart-Mentalitaet
Von: Thomas Paschke (thomas@topas-offline.de) [Profil]
Datum: 06.06.2008 11:56
Message-ID: <slrng4i2e9.bv1.Thomas@lux.lugse>
Newsgroup: de.alt.talk.unmut
Datum: 06.06.2008 11:56
Message-ID: <slrng4i2e9.bv1.Thomas@lux.lugse>
Newsgroup: de.alt.talk.unmut
Ralf Wenzel <ralf.wenzel@web.de> schrieb: > On 5 Jun., 21:35, Thomas Paschke <Tho...@topas-offline.de> wrote: >> Und die Erzieherin ist nicht zu dir gegangen, weil du eventuell halbwegs >> verlässliche Informationen geben könntest > > Die Frage nach dem behandelnden Krankenhaus ("das brauche ich für den > Amtsarzt") ist KEINE subjektive Meinung. > Wie gesagt: Die nicht vollständige Weitergabe der Telefonnummern war ein lack of communication. Passiert. Kein Grund für Stress. >> Sie ist kein Profi für ansteckende Krankheiten. > > Ein Elternratsmitglied (selbst Mediziner) ist geradezu ENTSETZT, dass > über elementare Krankheiten offensichtlich keine Kenntnisse beim > Personal des KiGa vorhanden ist. > Und der Jurist, dass ein Autofahrer nicht alle Regeln der StVO auswendig kann. Der Historiker, dass man nicht die Regierungszeiten aller deutschen Kaiser (außer Beckenbauer) auswendig kann. Der Automechaniker, dass man bei dem Symptom nicht sofort auf zu wenig Bremsflüssigkeit schloss. Der Apotheker, dass der Kunde nicht alle Nebenwirkungen von Aspirin auswenig kennt. (to be continued) Unsere Welt spezialisiert sich immer mehr, Fachwissen wird immer umfangreicher und spezieller. Klar, ein Arzt kann alle Arten der Menigitis nennen, weil er sie lernte. Du kannst sie nennen, weil du indirekt betroffen bist. Ich kann sie nicht nennen - wusste nicht mal, dass es eine in Unterarten ansteckende Krankheit ist. Weil ich weder direkt noch indirekt irgendwann damit zu tun hatte. >> Deine Vorbereitungen >> ehren dich, zwingen aber die Erzieherin nicht, nach deinen Vorstellungen >> zu agieren. > > Nö, das wäre nur der einfachste Weg gewesen. Sicher, sie kann uns > allen das Leben verkomplizieren, das hat sie ja auch erfolgreich > geschafft. Aber SINNVOLL ist das nicht. > Es war unglücklich gelaufen. Dein Zusammenfalten hat abe rmit Sicherheit die Situation nicht entspannt. >> > * "Mir fehlen Informationen (Behandlungsort) - die besorge ich mir bei >> > dem, der sie hat (beim Lebensgefährten, den ich eh persönlich kenne)"; >> > hat sie nicht getan. >> Wie gesagt: Suboptimale Kommunikation. > > Nein, dummes, inkompetentes und unangemessenes Verhalten. > Genauso wie dein "Zusammenfalten": Dummes, egozentrisches, destruktives Verhalten (ach ja, unangepasst auch). >> "Die Gemeinschaftseinrichtung wiederum ist >> zur Weitermeldung an das Gesundheitsamt >> verpflichtet. > > Aber doch wohl die Meldung einer Erkrankung eines der Kinder, NICHT im > Familienkreis der Kinder. > OK, mein Fehler. Ich hatte den Wechsel von Absatz 1 und 2 von §3 BseuchG übersehen. Richtig - die Meldepflicht erstreckt sich lediglich auf Erkrankung, nicht bei Verdacht (dehalb auch folgend etwas gekürzt). >> Zu den dazu aufgelisteten Krankheiten gehört Hirmhautentzündung - zwar >> nur in der Form "Infektionen mit Meningokokken" > > Eben, es werden ganz bestimmte Fälle genannt. Sie wusste, dass die > Frau bereits im Krankenhaus liegt, die Meldung also mit an Sicherheit > grenzender Wahrscheinlichkeit erfolgt ist. > Sie hat von ihrer suboptimalen Informationsweitergabe auf andere geschlossen :) > Sie hatte genau GAR nichts zu melden, weil sie keine Erkenntnisse > einer Erkrankung eines der Kinder hatte. > Wie egschrieben - ich hab mich auf den Verdacht eienr Erkrankung gestützt. >> Weil sie kein Arzt ist. Im Zweifelsfall konsultiert man keinen Laien, >> sondern den Fachmann. > > Dem man dann Informationen gibt, von denen ein Drittel falsch, ein > Drittel fehlend und ein Drittel richtig sind. > Wenigstens etwas. Stell dir vor, das letzte drittel wär' erlogen :) Dieselbe Quote hätte auch vom Betroffenen kommen können. >> Und ich als nicht optimal gelaufen, aber im vertretbaren Rahmen. > > Viel falscher hätte es gar nicht laufen können. > Sie hätte den Verdacht einfach ignorieren können - bei einer doch infektiösen Erkrankung wäre es interessant geworden. Sie hätte Dein Kind separieren können. Sie hätte die KiTa vorsorglich schließen können. Etwas Potential bietet die Situation schon noch :) >> Die Weitergabe der falschen Telefonnummer - ok, dass war ein Fehler. > > Der Witz ist ja der, dass die HEUTE schon wieder versucht haben auf > dieser Nummer anzurufen. > > Ich weiß nicht wie oft man denen sagen muss "Hallo, die Frau die in > diesem Büro sitzt ist im KRANKENHAUS!!!" > Es gibt eine Kontakttelefonnummer. Gerade wenn du kein Erziehungsberechtigter des Kindes bist (so interpretiere ich deine Aussage, es sei nicht dein Kind) ist es sinnvoller, zumindest zuerst die Erziehungsberechtigte anzurufen, bevor man bei wildfremden Leuten anruft, die aus juristischer Sicht gar nichts zu sagen haben.[ Auf dieses Posting antworten ]
