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Re: KiGa-Leiterinnen mit Blockwart-Mentalitaet

Von: Ralf Wenzel (ralf.wenzel@web.de) [Profil]
Datum: 02.06.2008 21:05
Message-ID: <c4344641-5e79-4101-aa41-67c5170eccb3@m45g2000hsb.googlegroups.com>
Newsgroup: de.alt.talk.unmut
On 2 Jun., 15:04, Lothar Frings <da_lo...@gmx.de> wrote:
> Wahrscheinlich war ihr die Auskunft eines Fachmanns
> wichtiger.

Der kann ihr ja nichts sagen, wenn sie nur drei Namen, eine Rufnummer
und "Meningitis" sagte. Die Informationen holte sich der Amtsarzt dann
telefonisch bei mir, nämlich zum Beispiel wo sie behandelt wird, damit
er sich bei dem Arzt im KH erkundigen kann.

Hätte die Dame ZUERST bei mir angerufen, wofür ich ja extra meine
Nummern bei der Frühschicht im KiGa hinterlassen habe, hätte ich ihr
Informationen gegeben, die einen wesentlich qualifizierteren Anruf
ermöglicht hätten.

Weil sie so schlecht informiert war, hat sie dem Amtsarzt auch noch
die BÜROnummer meiner Frau gegeben, ich war nur zufällig anwesend.
Hätte ich den Hörer mangels Anwesenheit nicht abheben können, wäre
sein nächster Anruf wahrscheinlich beim Jugendamt gewesen.

Und das obwohl ich EXTRA Rückrufnummern von MIR hinterlassen habe -
Büro, zuhause, Handy.

> Der sagt ihr nämlich auch gleich, was
> für sie zu veranlassen ist.

Nein, er weiss ja nicht WAS für eine Meningitis sie hat. Das hat er
dann von MIR erfahren. Er wurde von der Frau zuverlässig mit
Falschinformationen versorgt, was sich dann aber schnell
herausstellte.

> Mir wäre der korrekte Verfahrensweg auch wichtiger
> gewesen als deine Telefonnummern.

Der korrekte Verfahrensweg ist nicht das Verbreiten von Gerüchten
angeblich ansteckender Krankheiten.

Ich hab ja nix dagegen dass sie den Amtsarzt anruft, aber sie hätte
mal vorher rückfragen können, dann wäre ich auch nicht so verdutzt
gewesen über den plötzlichen Anruf wegen "möglicher gesellschaftlicher

Gefährdung".

> Also, dann ist doch alles in Ordnung.

Nein, wenn im Viertel rumgeht, dass die Dame den Amtsarzt anruft, weil
sie Grund zur Vermutung hat, der Kleine sei ansteckend krank (und zwar
mit der für Kinder in der Tat gefährlichen Meningitis), kann das zu
üblen Rufschädigung führen.

Den beschädigten Ruf hat jetzt sie, der Elternrat ist informiert.

> Noch besonnener als jede Gefahr für ihren
> Verantwortungsbereich auszuschließen?

Besonnen genug, erst mal nachzufragen. Dann hätte ich ihr nämlich
erzählt dass der Kleine und ich sie täglich im KH besuchen dürfen.

> Oder ein Kind im Kindergarten wird krank, die Leiterin
> landet vor dem Kadi und wird in den Arsch getreten,
> weil sie sich auf dich verlassen hat.

Sie wäre auch vor dem Kadi gelandet, wenn "rumgegangen" wäre, dass der
Kurze ansteckend krank ist.

> Du hast Glück, daß sie dich nicht achtkantig
> rausgeworfen hat, bis du wieder sach- und höflich
> kommunizieren kannst.

Ich war sachlich und höflich.


Ralf

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