Re: city night line
Von: Julia Liebetrau (julia@strg-alt-entf.org) [Profil]
Datum: 16.05.2008 17:56
Message-ID: <g0kar1$vor$1@news01.versatel.de>
Newsgroup: de.alt.talk.unmut
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Benedikt Rosenau wrote: > Die Leute verraten sich durch ein durchdringendes, grunzaehnliches > Geraeusch, das dazu dient, voruebergehend Ueber- und Unterdruck an > der Eustachischen Roehre zu schaffen. Dort juckt es wie Hulle. Ich fühle mit Dir. Ein vergleichbares Erlebnis durfte ich einst nach dem Genuß von nicht komplett durchgegartem Hirschfleisch durchmachen. > Ich wuesste zunaechst gerne, ob andere Praktiken wie Desensibilisierung Hypo-, nicht De-. So anmaßend sind sie dann doch nicht. > Aber Du hast bewusst einen Koeder ausgeworfen, wo ich zuschnappen > werde. Homoeopathen erzaehlen mir gerne, die arme Homoeopathie sei > in Verruf, weil nur klinische Studien zur Messung ihrer Nichtwirkung > herangezogen wurden. Die ganzen Faelle im echten Leben hingegen, wo > Homoeopathie! Menschen!! hilft!!!, wuerden ausgeblendet. Homöopathen helfen, nicht Homöpathie. Insbesondere bei Erkrankungen, die massiv durch die Psyche beeinflußt werden, kann es durchaus reichen, wenn sich die behandelnde Person ausführlich mit dem Patienten unterhält und dieser sich ernstgenommen fühlt. Und so eine homöopathische Anamnese dauert einfach *deutlich* länger und ist um einiges detaillierter als eine klassische. Ach so, ja: Ich glaube natürlich auch nicht an Homöopathie. Und je schneller ein Arzt mit mir fertig ist um so lieber ist es mir. Aber das kann ich mir wahrscheinlich auch nur erlauben, weil Fische im Wasser erblassen, wenn sie ihre Gesundheit mit meiner vergleichen. Julia -- Ich kann mich nicht überreden, daß man, um Recht zu haben, unbedingt verpflichtet ist, jedes Mal das letzte Wort zu behalten. Jean-Jacques Rousseau, Brief an Melchior Grimm[ Auf dieses Posting antworten ]
