Re: city night line
Von: Benedikt Rosenau (rosenau@imperial.addict.de) [Profil]
Datum: 16.05.2008 12:15
Message-ID: <g0jmra$23b0$1@nessy.newsmonster.de>
Newsgroup: de.alt.talk.unmut
Datum: 16.05.2008 12:15
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Andreas Iwanowitsch <a.iwanowitsch@gmx.de> schrieb: > Und Du hast sie auch verstanden? >> Und bei mir >> ist es nicht so. Vielleicht bin ich ein Mutant, vielleicht laeuft meine >> Bluthirnschranke anders, > Das waere im vorliegenden Fall irrelevant. >> vielleicht geht mein Stoffwechsel verquer. Nur das zweite von den dreien waere an der Stelle irrelevant. Ich sage "an der Stelle", weil ich es schon befuerchtet habe, dass Du darauf anspringst, als ich es schrieb. Meine private These zu Heuschnupfen ist naemlich, dass da irgendwas zentral geregelt wird, dass also mehr passiert als nur Fremdeiweiss -> Histaminausschuettung -> Rezeptor -> autsch. Die Beobachtung Nicos, dass koerperliche Belastung Heuschnupfen lindern kann, trifft auch auf mich zu. Ich konnte in Situationen per Rad durch die Budnik fahren, wo still zuhause rumsitzen eine unertraegliche Tortur war. Man kann das auf Endorphine schieben, aber andere endorphinguenstige Taetigkeiten zeigten nicht diese Wirkung. Man kann das der Ablenkung und/oder Konzentration zuschreiben, aber ich bin aus aehnlichen Gruenden nicht ueberzeugt. Kaffee kann nebenbei auch helfen. Das Ganze ist schraeg und fuer mich nicht durchschaubar. > Man muss einfach kratzen, auch wenn die Logik > sagt, dass es ausser zu Haut- oder sonstigen Verletzungen zu nichts gut > ist. Joek is slimmer denn Pien. >> und ich weiss, dass wir allen Aerzten anscheinend eine medizinische >> Neuigkeit vermitteln, wenn wir sagen, dass Heuschnupfen ins Innen- und >> Mittelohr kriecht. > Hm, das ist zumindest ungewoehnlich. Und ich kenne sehr viele > Heuschnupfengeplagte. Die Leute verraten sich durch ein durchdringendes, grunzaehnliches Geraeusch, das dazu dient, voruebergehend Ueber- und Unterdruck an der Eustachischen Roehre zu schaffen. Dort juckt es wie Hulle. Und wenn man es einmal erlernt hat, kann man das nicht mehr steuern. Ein unbewachter Moment, und es geht los. Ich hole mich damit selbst aus dem Schlaf (andere natuerlich auch). Die Alternative, im Schlaf den Kopf am Kissen zu reiben, um so wechselnden Druck im Aussenohr zu schaffen, fuehrt zu Serien von Knallschaeden auf dem Ohr, und damit zu einem wesentlichen Verlust der Hoerfaehigkeit. Leider weiss ich nie, wann es losgeht, und die Nebenwirkungen sind zu heftig, als dass ich auf Verdacht Medikamente werfen wuerde. [...] > Erzaehl mir was ueber Homoeopathie. Ich wuesste zunaechst gerne, ob andere Praktiken wie Desensibilisierung verbrieftermassen ueber Placebos stehen. Bei den Leuten, die ich kenne, gab es selten den gewuenschten Effekt. Aber Du hast bewusst einen Koeder ausgeworfen, wo ich zuschnappen werde. Homoeopathen erzaehlen mir gerne, die arme Homoeopathie sei in Verruf, weil nur klinische Studien zur Messung ihrer Nichtwirkung herangezogen wurden. Die ganzen Faelle im echten Leben hingegen, wo Homoeopathie! Menschen!! hilft!!!, wuerden ausgeblendet. Mit haben in meiner Kindheit homoeopathische Aerzte Mittel gegeben, die versprochener- massen meinen Heuschnupfen beseitigen sollten. Ich war jung und naiv und, da ich nicht wusste, dass es Scharlatane sind, auch bereit, ihnen zu glauben. Ich erinnere mich gut, dass sie von dem Fehlschlag ihrer Mittelchen nichts hoeren wollten. Homoeopathen wechseln dann gerne das Thema. Ein weiterer netter Beitrag dazu, dass Ignoranz eine Frage des Charakters und nicht eine des Wissens ist. Benedikt[ Auf dieses Posting antworten ]
Antworten
- Julia Liebetrau (16.05.2008 17:56)
- Andreas Iwanowitsch (16.05.2008 20:13)
- Julia Liebetrau (16.05.2008 20:53)
- Benedikt Rosenau (19.05.2008 12:59)
- Andreas Iwanowitsch (20.05.2008 22:18)
- Jack Micker (20.05.2008 21:41)
