nntp2http.com
Posting
Suche
Optionen
Hilfe & Kontakt

Re: Erfahrung mit Fork Boots ?

Von: Volker Bartheld (dr_versaeg@freenet.de) [Profil]
Datum: 04.03.2008 11:26
Message-ID: <hwg25kn3uepc$.6mw6k159hjrw.dlg@40tude.net>
Followup-to: de.alt.sport.mountain-bike
Newsgroup: de.rec.motorrad de.alt.sport.mountain-bike
Moin!

[xp drm/f'up dasm!]

>> jo, sehr richtig. Vor allem DICHT und zwar 100%, denn wenn
>> nicht, kehrt sich die Gabelrepararturserviceintervallverlängerung
>> ins extreme Gegenteil um.

100% dicht ist kein Neoprenstrumpf, selbst wenn vollflaechig an der
Stosskante verklebt. Es kann immer Wasser (und auch Luft) durchdringen.
Waere letzteres nicht der Fall, muessten Entlueftungsbohrungen angebracht
werden wie bei Faltenbaelgen - sonst Ballonbildung. Ersteres ist kein
Problem, weil die relativ kleinzellige Struktur von Neopren wie ein Filter
wirkt und ueblicherweise Staub/Schlamm/Sand nicht durchdringen laesst.

Die von mir handgefertigten Neoprenueberzieher haben sich nun schon mehrer
Jahre im MX- und Enduroeinsatz bewaehrt. Nimmt man zum Vernaehen ein
Monofilamentgarn, dann kann die Perforation recht gering gehalten werden
und die Naht traegt nicht sehr stark auf. Phil wird das bestaetigen
koennen.

> Im Bekanntenkreis sowohl auf unserer Schlamm-Trainingsstrecke als auch
> bei Offroadtouren hatten die Leute normalerweise dann Gabelprobleme,
> wenn sie auf solche Schutzhuellen verzichtet haben. Das ging dann
> recht schnell. Und was war: klar, die ganze Gruppe musste wiedermal
> warten, bis sie den Dreck aus den Simmerringen rausgekratzt hatten. :)

Jupp. Insbesondere die Produkte von White Power, die auf den extremen Namen
"Extreme" hoeren, taten sich da unruehmlich hervor und leckten meist schon
im Ausstellungsraum. Die WP50 an meiner KTM 620 SC siffte (neuwertig) schon
nach ein bisschen Hoppeln in Langwied. Eine Reinigung der Wellendichtringe
plus Neoprenstrumpf schaffte Ruhe. Bis heute. Das etwas rauhe
Ansprechverhalten kriegte FRS mit Feinhohnung, anderen Shims und
teflonbeschichteten Wellendichtringen recht gut in den Griff.

> Fakt ist: diese Schmirgelgeschichte, die einem sehr gerne auch von
> Haendlern erzaehlt wird, insbes. beim Fahrrad, halte ich definitiv
> fuer eine Urban legend.

Sehe ich auch so. Durch die Kaschierung der Neoprenmatten mit einem
Polyestergewebe kann der meiste Feuchtschlamm sowieso nicht gut eindringen
sondern rutscht ab. Man kann den Kram uebrigens auch impraegnieren, falls
man einen akuten Anfall von Paranoia hat.

> Ich hab deshalb unnoetige Kratzer an einem
> Gabelinnenrohr, weil ich mir die Schuetzer mal ausreden habe lassen.
> Prompt passierte das im alten Posting beschriebene.

Sigh. Hier auch. Schon ein kleines Steinchen, das sich unguenstig zwischen
Innenrohr und Bruecke geschafft hatte, reichte aus. Trotz Harteloxierung.

> Ich appliziere ansonsten gern mal
> Silikonspray dort und kann nicht ueber geringe Gabelhaltbarkeit
> klagen.

Dito hier. Neopren ist recht inert gegen Kraftstoffe und die gaengigen
Loesungsmittel waehrend sich viele anderen Kunststoffe entweder
verfluessigen oder bockhart versproeden.

> Kontraproduktiv ist
> (typischerweise) beim Fahrrad, wenn die Dinger unten nicht sauber
> abschliessen. Bei Fahrradgabeln ist das etwas unguenstig. Genau dort
> sollte naemlich gegen Eindringen von Schlamm dicht sein, aber da kann
> man die Socken wegen der unteren Bruecken nicht drueberziehen, sondern
> sie muessen perfekt sitzen.

Das kann ich bestaetigen. Ausserdem ist der Klettverschluss eine
Schwachstelle.

>> Für mich überwiegen klarerweise die Nachteile.
>> Auch auf die Gefahr hin, dass mich jetzt keiner mehr lieb hat! ;-)
> Wie schon oben gesagt :)

Eben. Das Gefuehl "Liebe" wird in der heutigen, politisch korrekten Zeit eh
ueberbewertet. ;-)

Gruesse,
Volker


--
@:  I N F O at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net

[ Auf dieses Posting antworten ]

Antworten