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CIA "investiert" in Web-2.0-Auswerter

Von: Andreas Balic (a.balic@arcor.de) [Profil]
Datum: 20.10.2009 18:09
Message-ID: <4adde0b4$0$6666$9b4e6d93@newsspool2.arcor-online.net>
Newsgroup: de.alt.soc.verschwoerung
Die CIA sitzt mit Microsoft im Bett, und beide zusammen stampfen an
einem Unternehmen rum, das systematisch Psychoanalysen von Leuten und
Firmen erstellt, die im Internet irgendwelche Dinge veröffentlichen.
Dabei wird die Meinung über Firmen analysiert und offen Technologie
gestohlen. Klasse.


http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,656166,00.html


"Der Investment-Arm des US-Geheimdienstes CIA beteiligt sich an einem
Unternehmen, das Blogs, Twitter, Foren und Communitys nach Informationen
durchsucht. Die gewaltige Informationsmenge, die täglich durchs Web 2.0
rauscht, soll Visible Technology nun auch für die US-Regierung auswerten.

Das Investment-Unternehmen, das die CIA sich hält, heißt In-Q-Tel und
ist der Selbstbeschreibung zufolge dafür zuständig, "innovative
technologische Lösungen" für die CIA und andere US-Geheimdienste zu
"identifizieren, zu adaptieren und zur Verfügung zu stellen". In-Q-Tel
investiert in eine Vielzahl von Unternehmen, von Anbietern von
Datensicherheitslösungen bis hin zu Unternehmen, die auf Biotech- oder
Nanotechnologie spezialisiert sind. Nun steckt der
Geheimdienst-Kapitalgeber auch Geld in Visible Technologies, eine Firma,
die verspricht "Social-Media-Erkenntnisse in Echtzeit" liefern zu
können. In-Q-Tel investierte bereits vor einiger Zeit in ein weiteres
Unternehmen namens Attensity, zu dessen Angeboten ebenfalls die Analyse
von Social-Media-Konversationen gehört.

Visible wertet Informationen aus, die auf Plattformen wie Flickr,
YouTube und Twitter anlaufen, studiert Blogeinträge und -kommentare -
und sogar Buchrezensionen beim Online-Händler Amazon. Social Networks
wie Facebook durchsucht Visible "Wired" zufolge derzeit noch nicht -
insgesamt würden aber täglich eine halbe Million Websites aus dem
Bereich Web 2.0 mit sogenannten Crawlern abgesucht. Solche
Software-Roboter verwenden auch Suchmaschinen wie Google oder Bing, um
ihre Datenbestände auf dem aktuellen Stand zu halten.

Visibles Kunden können bestimmte Schlüsselwörter angeben, zu denen ihnen
dann Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Eigenen Angaben zufolge
bewertet das Unternehmen dabei beispielsweise auch, welchen Ruf der
Urheber einer bestimmten Nachricht hat, und in welchem "Tonfall" über
ein Unternehmen, ein Ereignis oder eine Marke gesprochen wird.

Ein In-Q-Tel-Manager kommentierte den Deal mit den Worten, die Plattform
von Visible sei wichtig, um "die Breite und Tiefe der sozialen
Online-Landschaft zu verstehen". Das Unternehmen könne "einen klaren und
umfassenden Blick auf komplexe Information" liefern, der auch
"Echtzeit-Daten" umfasse.

Zu Visibles bisherigen Kunden gehören etwa Microsoft und der
Kopiererhersteller Xerox. "Wired" zufolge lässt Microsoft Visible
beispielsweise belauschen, wie die Netzgemeinde zum neuen Windows 7 steht.

Die CIA und andere Geheimdienste haben das Social Web schon seit einiger
Zeit unter verstärkte Beobachtung gestellt und nutzen
Web-2.0-Technologien auch intern. Es gibt CIA-Blogs und Wikis, und auch
ein eigenes "MySpace"-artiges Social Network für CIA-Angehörige
existiert."

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