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Re: Bonit??????????? ??????????

Von: Mark Busch (masterofdesaster@netcologne.de) [Profil]
Datum: 15.06.2009 07:00
Message-ID: <h14mc0$1ke$2@newsreader2.netcologne.de>
Newsgroup: de.alt.soc.verschwoerung
Marcel Richter schrieb am 05.06.2009 21:20:

> Am Fri, 05 Jun 2009 18:11:26 +0200 schrieb Mark Busch
> <masterofdesaster@netcologne.de>:
>
>>> Stimmt! Die Finanzkrise ist keine Verschwörung, sondern sie
ist wahr.
>>> Und der groß Gewinner nach dem Crash wird China sein; denn die
>>> besitzen im Gegensatz zu Europa und USA richtige Reserven.
>>
>>In Form von?
>
> 1  000  000  000  000 Dollar – so hoch sind Chinas
Währungsreserven.
> Eine Billion, von denen das Land über 70 Prozent in US-Anlagen
> investiert hat.

Ich dachte wir reden von "richtige Reserven". Was Du mit
"US-Anlagen" meinst, sind in Wahrheit *Staatsanleihen*. Eine
Staatsanleihe ist sowas wie ein Schuldschein. Den muss man später
mit Zinsen wieder zurückkaufen. Für diese Staatsanleihe bzw.
Schuldscheine fließen bis heute die Export-Dollars wieder zurück in
die Vereinigten Staaten. Die Chinesen liefern also nicht nur Waren
(in die USA), sondern auch Geld! Mit diesem Geld kaufen die
Amerikaner weiter auf der ganzen Welt ein. Auf pump. Daraus ist eine
Schuldenspirale entstanden.

Wenn die anderen Handelspartner auf der Welt den Vereinigten Staaten
kein Geld mehr leihen würden, käme der (weltweite) Handel
ins
stocken. Und genau das will man verhindern; auch Deutschland, denn
immerhin hat die Bundesrepublik allein letztes Jahr Waren im Wert
von 213 Milliarden EUR an die USA verkauft. Deren Auslandsschulden
liegen bei etwa 10 Billionen EUR. Im Vergleich dazu hat die
Bundesrepublik etwas weniger als 4 Billionen EUR Auslandsschulden.

Die Chinesen _könnten_ am Ende auf einen
verhältnismäßig "wertlosen"
Berg von Schuldscheinen sitzen bleiben, und ihre eigenen Waren nicht
mal in nennenswerten Zahlen auf dem internationalen Markt verkaufen.

> Doch beide Parteien sind damit nicht glücklich.
>
http://www.handelsblatt.com/finanzen/bulle-baer/chinas-reserven-segen-und-fluch;1169616
> (2006)

Ist doch logisch. Denn die Spirale dreht sich weiter. Im übrigen:
Die Staaten kaufen etwa seit den achtziger Jahren auf pump ein.

> Inzwischen haben sie auch Gold und Euro.
> Doch Großteil besteht noch aus US$.

Nicht aus harter Währung. Aus Staatsanleihen. Wie bereits
erwähnt:
Die Export-Dollars wandern wieder zurück in die Staaten.
--
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