nntp2http.com
Posting
Suche
Optionen
Hilfe & Kontakt

Bonität von Staatsanleihen

Von: Manuel Rodriguez (aa5@gmx.net) [Profil]
Datum: 30.05.2009 21:46
Message-ID: <802fc1cf-95cc-4a59-bb7c-1c6299d3e667@h11g2000yqb.googlegroups.com>
Newsgroup: de.alt.soc.verschwoerung
Nach "Börse Online" (Zeitschrift) werden Staatsanleihen der
Bundesrepublik mit der Bestnote AAA bewertet. Damit ist gemeint:
"Absolut sicher!" Doch was ist die Wahrheit? Ist AAA gerechtfertigt?
Zur Beantwortung lohnt ein Blick in die langweilige BWL: In
diesem Segment kann man beispielsweise Unternehmensanleihen kaufen.
Und die Bonität von Unternehmen richtet sich nach:
a) Gewinnaussichten
b) Bilanzkennzahlen wie z.b. Eigenkapital

Der Ablauf beim Anleihenkauf ist ungefähr folgender: Ich als
Anleger habe 1000 EUR übrig und gebe es daher einem Unternehmen. Das
Unternehmen wiederum beteiligt mich als Gegenleistung an ihrem Gewinn.
Die Anleihenzinsen werden also aus dem Jahresüberschuss bezahlt.
Und jetzt zum Patienten BRD! Die gute alte Tante Staat hat seit 40
Jahren keinen Gewinn mehr gemacht. Gewinn beim Staat würde hierbei
bedeuten: Jahressteuereinnahmen > Staatsausgaben. Und die Prognose für
die nächsten Jahre sieht ähnlich aus: es werden keine Gewinne
erwirtschaftet. Wovon bekomme ich dann die Zinsen für meine 1000 EUR?
Antwort: Das weiß keiner so genau. Es ist irrational einem Staat
oder sonst jemanden Geld zu geben wenn derjenige nur Verluste
erwirtschaftet. Die Bonität von AAA ist also gefakt.  Vor allem wenn
man weiß, dass es sehr wohl auch anders geht. In China beispielsweise
werden Gewinne erwirtschaftet, dorthin sollte man also lieber sein
Geld fließen lassen. Denn die Zinsen werden dort aus den Überschüssen
(d.h. Steuereinnahmen) gezahlt und nicht wie in Europa oder den USA
aus dem Geld der anderen Anleger.

[ Auf dieses Posting antworten ]

Antworten