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Ein schwarzer Tag fürs Juz Verden

Von: Joachim Arrasz (arrasz@synyx.de) [Profil]
Datum: 09.07.2008 12:05
Message-ID: <48748d4d$0$27450$9b4e6d93@newsspool4.arcor-online.net>
Newsgroup: de.alt.soc.punk
Text ist direkt vom Vorstand des Juz Verden

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Hallo alle miteinander!

Gestern hat es sich nun ereignet. am 8.7.2008 wurde die Selbstverwaltung
des Jugendzentrums in Verden zu Grabe getragen. Die Parteien haben in
der Ratssitzung entschieden, daß das Jugendzentrum nun in städtische
Hände fallen wird.

SPD und CDU waren sich einig, und haben den Antrag der Stadtverwaltung
zugestimmt, das Jugendzentrum in die Trägerschaft eines noch nicht
existenten Netzwerkes zu übergeben..

Diese ratssitzung war sehr bedeutend für eine Stadt wie Verden, noch nie
haben so viele Menschen im Rathaussaal platz genommen, um zu zeigen, das
sie da sind, das sie gehört werden wollen. Und wir wurden mit einer
Arroganz der Politiker behandelt, das es schon fast zum kotzen ist!

Was das bedeutet, das das JUZ nun in städtische Hände fällt, kann man
sich noch nicht so richtig ausmalen, nur wichtig ist zu bemerken, daß
dies den antifaschistischen Widerstand in der Region um Bremen
erschüttert. Für Antifaschistische Arbeit gibt es nun in der Region
wieder einen Platz weniger. Und wenn man sich den derzeit desolaten
Zustand der Regionen anschaut, wie schnell die Rechten an Einfluß
gewinnen...so ist es erschreckend, was sich da gestern im rathaus
abegespielt hat.

Wenn diese vorgehensweise Schule macht, dann werden es künftig auch
andere Jugenzentren in der Umgebung schwer haben...gerade wenn sie einen
politischen Anspruch haben.

Die Region wurde erschüttert, das sollten alle da draußen nun auch
verdammt ernst nehmen. Wir standen tagelang unter strom mit dem
Vorstand, wir haben hart gearbeitet, ne Welle gemacht, aber irgendwie
hat es nicht gereicht. Wir fühlten uns auch von vielen Seiten allein
gelassen, und wir haben auch gemerkt, das unser Engagement kaum Früchte
getragen hat.

Dies ist auch schwer für eine Region wie Verden. Diese ist nicht so
Strukturiert wie Bremen oder Hannover. Die Strukturen sind schwächer.
Und gerade die menschen aus der Stadt müßte es besonders interessieren,
was sich auf dem Lande abspielt. Aber es bekommen manche Leute noch
nicht mal hin, aus ihrem Viertel herauszukommen, um mitzufighten.

Durch den Wegfall der Selbstverwaltung kann es nun zum Stistand in der
Region führen, wenn nicht ganz schnell was passiert. Wir können diese
Region den Rechten nicht überlassen.

Wir stehen dazu und fordern alle menschen in der Region, und auch
überreginal auf, mit uns dn kampf aufzunehmen und die Forderung nach
einem selbstverwalteten Jugendzentrum aufzunehmen.

Wir werden keinen Schritt weichen, wir werden kämpfen. Und dabei ist es
wichtig Solidarität von überall zu bekommen.

Seht dieses Schreiben als ein Hilfeschrei...ja, Leute, ihr da draußen
seid gefragt. Ihr müßt mitkämpfen.
Antifaschismus ist zur Zeit wichtiger denn je, nd gerade in den
ländlicheren Regionen ist es unheimlich schwer, Strukturen aufzubauen.

Wir dürfen uns nicht unterbuttern lassen.

Es werden Aktionen folgen, sowie eine endlose Kette an
Soli-Veranstaltunmgen, wie Discos und Konzerte, und Lesungen...
da brauchen wir euch für.....denn bis zum 31.10. ist noch Zeit, und wir
können was reißen, wenn wir alle gemeinsam den Arsch hochbekommen....

mit kämpferischen und wütenden grüßen
R. Ballschmieter
(Vorstand JUZ Verden!)

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