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Ritalin

Von: Carolin Baurichter (galli@kendzorra.de) [Profil]
Datum: 05.09.2006 16:27
Message-ID: <4m5fp9F4j99rU2@individual.net>
Newsgroup: de.alt.soc.aufmerksamkeitsdefizit
Hallo!

Ich betreue beruflich ein Kind (8) mit Asperger-Syndrom und ADHS. Früher
bekam es Ritalin, aber jetzt hat die Medikation gewechselt und er bekommt
Concerta. Dadurch ist er morgens in der Schule total ausgeglichen und
ruhig, es gelingt ihm endlich, selbstständig zu arbeiten.

Aber nachmittags wird er immer unkonzentrierter, ungeduldiger und hochgradig
aggressiv, so dass er keinerlei Hausaufgaben machen kann und auch sonst der
Umgang sehr schwer ist.
Die Eltern, Therapeuten und auch ich führen diese
"Wesensveränderung"
(krasse, gegensätzliche Extreme) auf die neue Medikation
zurück, denn
vorher war das Verhältnis zwischen "hibbelig sein" und
Konzantration
vormittags wie nachmittags in etwa ähnlich.

Die Ärzte haben Concerta (so weit ich weiÃź) verschrieben, weil er bereits
die Höchstdosis Ritalin bekam und diese Medikation nicht mehr tragbar war,
weil er nicht mehr wuchs und auch keinerlei Appetit mehr hatte. Concerta
als "Depot-Medikament" sollte hier Besserung bringen, aber leider sind die
beiden absolut gegensätzlichen Verhaltensmuster zu extrem.

Hat jemand schon einmal Erfahrungen in dieser Art gemacht?

MfG
Galli

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