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Re: fotos verstecken oder schützen?

Von: Volker Bartheld (dr_versaeg@freenet.de) [Profil]
Datum: 05.11.2009 16:56
Message-ID: <194jg5l3osci6$.dlg@news.bartheld.net>
Newsgroup: de.alt.rec.digitalfotografie
Hi!

> Du verkennst, dass es eine Option wäre, die man einschalten *kann*.

Klar, Verschlüsselung sollte (=muß) optional sein, stimmt.

Mir fällt da noch was ein: Identitätsdiebstahl. Sollte man sich auch
Gedanken machen. Nikon tat es bereits - allerdings nur halbherzig im
Abschnitt "Copyright Information" (und nicht bei "Image
Authentication")
der D300, wo man rät, die Option "Attach Copyright Information" zu
deaktivieren, falls man die Kamera an andere Personen weitergibt.
Interessanterweise fehlt dieser Passus in der deutschen Anleitung
komplett(!).

Wenn man davon ausgeht, daß "Image Authentication" nicht nur eine
Prüfsumme
(Hash-Collisions und Rainbow-Tables sind ja bekannte Phänomene) bildet,
sondern auch ein Art Benutzerzertifikat (mit Kamera-ID) in den Rohdateien
einbettet, könnte es ekelhaft werden, wenn z. B. Fotos pornographischen
Inhalts auftauchen, die anscheinend von meiner (d. h. der auf mich
registrierten) Kamera geschossen wurden.

> Warum und wie sollte der Rechner im Internetcafe an den Schlüsselcode
> kommen, wenn du von der Kamera Bilder übertragen willst.
> Auch das falsche Terminal bekommt nur das Bild, keinen Code.

Der Bankomat-Betrüger will auch nur mein Geld und nicht meine PIN. Alles
andere ist nur Mittel zum Zweck.

> Bestenfalls ist denkbar, dass hersteller so dämlich sind, wie einige
> hier denken.

Nicht dämlich (das würde Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit unterstellen) -
sie sind bis zu einem gewissen Grad naiv, betriebsblind und auf
Kosteneffizienz bedacht.

> Auch Autoschlösser sind nach deiner Vorstellung völlig nutzlos, den
> dich kann ja jemand unter Gewaltandrohung zur herausgabe des
> Schlüssels drängen.

Immerhin hat dieses utopische Szenario BMW und andere Hersteller zum
"USA-Patch" in der Steuergerätefirmware veranlaßt, die die Türen
ab einer
gewissen Fahrtgeschwindigkeit verriegelt um zu erschweren, daß man z. B.
an Ampeln unter Gewaltandrohung ausgeraubt wird.

> Sorry, aber du wirkst wie ein dummes Kind.

Nicht schon wieder. Laß gut sein, die Zukunft wird zeigen ob sich
In-Cam-Verschlüsselung zu einer akzeptierten Methode etabliert. Die
technischen Möglichkeiten existieren, die unpackbare Bequemlichkeit der
Konsumenten ebenfalls.

Ciao,
Volker

--
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