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Re: Archivierung von RAW Daten

Von: Joachim Bussmann (bussmann.spam.eimer@gmx.de) [Profil]
Datum: 25.07.2008 13:01
Message-ID: <6etq56F8rpqdU1@mid.uni-berlin.de>
Newsgroup: de.alt.rec.digitalfotografie
Moin Andreas,

> So mache ich es bisher ja auch in etwa (MD5 Prüfsumme war mir jetzt neu...)

Ist IMHO recht praktisch: Ich erzeuge für jede Datei "bild.raw" eine
Datei "bild.raw.md5" mit der Prüfsumme der Datei. Beide Dateien werden
dann ins Archiv übertragen. Man kann dann ein Archiv-Medium "auf sich
selbst" prüfen, indem man einfach die Prüfsumme erneut ermittelt und
mit der Gespeicherten vergleicht - das erscheint mir sicherer als ein
binärer Vergleich von zwei Archiven.

>> Solange ich passende Software habe, notfalls ein komplett laufendes
>> Betriebssystem in einer VM, sehe ich keinen Bedarf die RAWs zu
>> konvertieren.
>
> Und da sehe ich eher das Problem. Lass uns mal die 100 Jahre verwerfen
> und realistisch bleiben. Was ist wenn in 5 bis 10 Jahren (neues OS, neue
> Bildbearbeitungssoftware, RAW Konverter usw.) man doch einmal eine alte
> RAW Datei öffnen will und dies dann nicht mehr möglich ist?

Da sehe ich dann allerdings meine Aufgabe als "Archivar" beginnen: Ich
muss rechtzeitig eingreifen.

Zunächst muss geprüft werden, ob die neue Umgebung alle in Frage
kommenden Datenformate noch zufriedenstellend verarbeiten kann. Wenn
ja, alles klar, wenn nein, dann gibt's zwei Möglichkeiten:

Entweder ich konvertiere in der alten Umgebung alle in Frage kommenden
Dateien in ein Format, das auch in der neuen Umgebung funktioniert
(dabei ist leider häufig mit gewissen Verlusten zu rechnen) oder ich
versuche, die alte Umgebung als virtuelle Maschine in die neue
Umgebung zu verpflanzen.


> Vor ein paar Monaten wollte ich aus Spaß mal ein PC-Spiel von 1996
> wieder installieren. War glaube ich damals für Windows 95 rausgekommen.
> Schlichtweg nicht mehr möglich. Nicht mehr kompatibel zu Windows XP...

Yep, das Spiel kenne ich. Einige Programme aus der Zeit haben sehr
direkt auf DOS-Funktionen zugegriffen und fallen unter Windows
NT/W2K/XP ff. auf die Schnauze, weil ihnen das OS *diese* Aufrufe (aus
gutem Grunde <s>) nicht mehr erlaubt. Und auch auf die Gefahr mich zu
wiederholen: Auch da kann VMware eine Lösung sein. Ich kann dadurch
sogar noch auf eine größere Zahl von Disketten von ca. 1990 zugreifen,
weil ich die Dinger rechtzeitig als FD-Images auf die Festplatte
gepackt habe ;-)


Gruss
Joachim

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