Re: Farbmanagement
Von: Helmut Aschauer (aschauer.h@aon.at) [Profil]
Datum: 27.12.2006 11:21
Message-ID: <C1B807D5.1CE4%aschauer.h@aon.at>
Newsgroup: de.alt.rec.digitalfotografie
Datum: 27.12.2006 11:21
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Am 27.12.2006 9:26 Uhr schrieb "Norbert Schulze-KahleyÃ" unter <norbert_news@schu-ka.de> in emtafn$32g$1@online.de: > Guten Morgen Helmut, > >> In den Farbeinstellungen wählst du bei "RGB" das oben beschrieben sRGB >> IEC61966-2.1. Dann öffnest du dein Bild und wählst "Bearbeiten - in Profil >> konvertieren". Dort wählst du das Profil deines Dienstleisters und >> konvertierst - wichtig - Renderingpriorität auf "relativ farbmetrisch >> " stellen - ins Profil deines Dienstleisters. Somit sind die Bilddaten >> umgerechnet und die Farben sollten beim Ausdruck deiner Photoshop-Ansicht >> entsprechen. Datei neu abspeichern, da ja die Daten geändert wurden! Den >> Original-Datensatz willst du ja behalten. > > Das irritiert mich jetzt etwas. Mit "Profil Deines Dienstleisters" meinst Du > sein Profil, dass seine Maschine, Papier usw. berücksichtigt? Dann macht > doch das ganze CM keinen Sinn, wenn die Daten nicht neutral bleiben. Wieso > ist das nicht der Job des Belichters, meine Daten mit seinem Profil zu > verknüpfen? > > Norbert > > Bei einem korrekten CM-Workflow behält man seine Ursprungsdaten in RGB und konvertiert dann je nach Ausgabegerät in das korrekte Farbmodell und in ein entsprechendes Profil â man erstellt also einen neuen Datensatz. Fiktives Beispiel: du hast eine schöne Landschaftaufnahme vorliegen. Nun willst du: A) auf einem Fotodrucker ein Hochglanzbild ausgeben (Fotodrucker mit 8 Tinten - Gerät akzeptiert nur RGB-Daten) B) eine Postkarte in einer Bogendruckerei anfertigen lassen (Bogendruck 4-fbg. + UV-Lack - Bilder müssen in CMYK vorliegen) C) dieses Bild ein einem Inserat in einem Fachmagazin schalten (Rollenoffset 4-fbg. - Bilder in CMYK) D) usw. Damit die Aufnahme nun überall möglichst gleich aussieht, braucht man verschiedene Datensätze, da die Mischverhältnisse für die einzelnen Farben auf allen diesen Ausgabegeräten unterschiedlich sind. Wenn man nun âin Profil konvertiertâ, wird der Datensatz umgerechnet, um eine möglichst angenäherte Darstellung zu ermöglichen. Viele Labors bzw. Druckereien rechnen ihre eigenen Profile ein, falls du einen nichtprofilierten Datensatz abgibst (so, wie du das beschrieben hast). Aber dann hast du keine Kontrolle darüber, was dort passiert. Trotz korrektem CM verändert sich die Anmutung immer etwas je nach Ausgabesituation. Wenn die Renderingpriorität nicht stimmt, ändert sich das sogar dramatisch. Man nimmt daher sehr oft an einem konvertierte Bild noch Korrekturen vor, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. PS: nochmals zum RGB-Farbraum. Hier gehen offensichtlich die Meinungen auseinander. Fakt ist, dass die Empfehlung für Fotografie im privaten Bereich sRGB lautet, da hier die Farben knackiger dargestellt werden. Der Adobe RGB Farbraum ist wesentlich gröÃer und kann von den meisten Monitoren gar nicht dargestellt werden. Wird speziell dann verwendet, wenn es auf exakte Farbwiedergabe ankommt. Ohne Bearbeitung und entsprechender Fachkenntnis wirken diese Bilder eher flau. Helmut[ Auf dieses Posting antworten ]
