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Konzertbericht Katatonia, 03. April 2010, Bochum

Von: Stefan Offermann (offermann@uni-muenster.de) [Profil]
Datum: 04.04.2010 15:50
Message-ID: <81rjobFjijU1@mid.uni-berlin.de>
Newsgroup: de.alt.music.metal
Moin moin,

gestern Abend gabs ein sehr gutes Konzert in der Zeche in Bochum:
Katatonia, Swallow The Sun, Long Distance Calling.

Erstmal vorweg: Die Zeche in Bochum ist der perfekte Laden für ein
geiles Metalkonzert. Nicht zu groß, Spitzensound, gemütliches Ambiente,
Biergarten, Essen, gut zu erreichen, ausreichend Parkmöglichkeiten.
Schade dass ich in zehn Jahren erst vier Konzerte dort gesehen habe.

Wir waren pünktlich um viertel nach sechs angekommen, um 18:30 war
Einlass. Wir sind erstmal gemütlich auf den Balkon geschlendert und
haben uns Bierchen geholt, da fing um 18:40 schon die erste Band an,
obwohl es offiziell erst um halb acht losgehen sollte. Uns war klar: Das
wird schon früh fertig werden.

Long Distance Calling kannten wir schon als Vorband von Opeth:
Intensiver Düster-Rock/Metal ohne Gesang(!). Man konnte sich die Mucke
recht gut anhören, obwohl die Band ziemlich statisch auf der Bühne stand
und nur ab und zu zwischen den Songs das Publikum anfeuerte. Die Songs
ließen sich auch aufgrund fehlendem Gesangs fast gar nicht
auseinanderhalten. War aber trotzdem ein netter Auftritt. Nur zum großen
Headliner werden die Jungs aus Münster wohl nicht. Aber von mir gibts
schon mal Wahlheimat-Bonus ;-)

Danach kamen Swallow The Sun, die ich bisher nur vom Namen kannte und
wovon mit im Vorfeld ziemlich vorgeschwärmt wurde. Und die Schwärmerei
war richtig: Death/Doom der besten Sorte. Besonders der glasklare
Gitarrensound hat mir gefallen. Davon werde ich mir demnächst das ein
oder andere Scheibchen besorgen.

Über Katatonia muss man wohl nicht mehr viele Worte verlieren: Los gings
mit Forsaken von der neuen Platte. Sehr guter Opener. Überhaupt kamen
die Stücke live viel besser 'rüber als von Platte, einem Kumpel und mir
ist die Night Is The New Day ein wenig zu lasch. Das Konzert hat
beweisen, dass die Stücke trotzdem spitze sind! Leider wurde kein Stück
vom Brave Murder Album gespielt, welches sonst als letzter Song drankam.
Schade. Aber das kratzte jetzt auch nicht mehr an dem hervorragendem
Konzerterlebnis.

Um kurz nach zehn war dann auch schon wieder Schluß mit lustig. Naja,
wir sind noch schnell in den Biergarten raus und haben ein letztes
Bierchen getrunken und ne Bratwurst verdrückt, dann haben wir gesehen
warum die Bands keine Zeit bekommen hatten: Teenie-Disko. Mann mann
mann, was waren wir euf einmal für alte Säcke als wir an den Kiddies
entlang gelaufen sind, die für die Disco angestanden haben. Für die war
es wohl ein ähnlicher Kulturschock, als auf einmal so viele Leute
komplett in Schwarz aus der Zeche rauskamen ;-)

Dann war der schöne Abend auch schon wieder zu Ende und ich war vor 12
zu Hause, das kommt ja fast nie vor *kopfschüttel*

Beste Grüße, Stefan

ps: Ich würde es begrüßen, wenn in damm (noch) mehr Konzertberichte
gepostet werden :)
--
12.03. Paganfest: Finntroll, Evluveitie, Equilibrium, Alestorm - Bochum
03.04. Katatonia - Zeche, Bochum
13.05. Metal Fest - Dessau
23.07. Dong Open Air - Neukirchen-Vluyn
09.10. Blind Guardian - Philipshalle, Düsseldorf

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