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Remis-Beratung im Mannschaftskampf

Von: Thomas Binder (thomas.binder.berlin@t-online.de) [Profil]
Datum: 12.04.2008 22:05
Message-ID: <ftr4m2$g1j$01$1@news.t-online.com>
Newsgroup: de.alt.games.schach
Hallo zusammen,

sorry für den etwas ungewöhnlichen Titel, aber mir fällt gerade nichts
prägnanteres ein.

Nun zu meinem Anliegen:
Es ist m.E. allgemeine Praxis, dass ein Spieler im Mannschaftskampf vor
Abgabe, Ablehnung oder Annahme eines Remisgebots seinen Mannschaftsführer
nach dem Stand des gesamten Wettkampfes und dem von seiner eigenen Partie
erwarteten oder "geforderten" Ergebnis fragen darf.
Selbstverständlich darf sich die Auskunft nur auf diese Fakten beziehen,
also etwa: "Ein Remis genügt uns." oder "Du musst unbedingt auf Gewinn
spielen." Jeder Hinweis auf die konkrete Partie muss natürlich unterbleiben.

Dazu nun meine beiden Fragen:
1) Ist das eigentlich alles regelgerecht oder stellt es genau genommen einen
Verstoß gegen Regel 12.2a dar? Wenn es zulässig ist, wo findet sich dann
eine zitierbare Regel dazu?
2) Angenommen es ist zulässig: Wer genau darf befragt werden? Muss es sich
um den formellen (evtl. gar nicht mitspielenden) Mannschaftsleiter handeln -
auch wenn z.B. ein direkt beteiligter Spieler den besseren Überblick
besitzt? Wie sieht es bei Nachwuchs-Mannschaften aus? Muss hier ein
Mitspieler ("Kapitän") befragt werden oder kann der erwachsene Betreuer /
Trainer diese Rolle übernehmen?

Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten
Thomas Binder, Berlin




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