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Re: PDP-8 Nachbau

Von: Philipp Hachtmann (hachti@hachti.de) [Profil]
Datum: 15.07.2008 14:04
Message-ID: <487c919c$0$979$afc38c87@news6.united-newsserver.de>
Newsgroup: de.alt.folklore.computer
Nochmal hallo,

> Es gibt ja sehr kleine Gluehbirnen fuer Modellbahnen. Aber vielleicht
> bin ich auch da nicht mehr ganz auf der Hoehe der Zeit und die benutzen
> inzwischen auch schon LEDs. Also meinetwegen auch LEDs.
Hm, Birnen brauchen mehr Saft. LEDs kann man direkt ohne Treiber an den
Schieberegistern betreiben. Kleine Birnchen wären natürlich immer eine
Überlegung wert!

> Wichtig waere aber wohl trotzdem, die LEDs hinter der Frontplatte
> zu plazieren, damit man sich die Bohrerei spart.
Was auch immer leuchten soll: Dafür braucht man eine Möglichkeit, eine
schöne bunte und teildurchsichtige Frontplatte herzustellen -
Siebdrucker bitte melden!

>> Das stimmt schon. Aber sowas wie Flipflops und zusätzliche Logik sind
>> schlicht egal :-) Zur Anbindung eines Frontpanels an eine high speed
>> PDP-8 ist sowieso ein ganzer Stall von Schieberegistern etc. notwendig.
>>
> Oje, da hast Du recht. Man koennte die Laempchen in einer X-Y-Matrix
> anordnen.
Mit Dioden! Juchuu!
Der Witz ist, daß der Aufwand für einen Schieberegisterverhau nicht
komplizierter ist, als über eine Matrix im Zeitmultiplex die Lampen zu
steuern... :)

>
>> HP-2100 etc. Meine Hinterkopfidee ist, das von der Bedienbarkeit
>> perfekteste Frontpanel zu bauen :-) Also nicht unbedingt
>> originalkompatibel. Finde, daß HP und auch mein H316 da deutlich
näher
>> dran sind als die PDP-8.

> Aber grade was Bedienbarkeit angeht, find ich Kippschalter besser wie
> Taster.
> Bei den Tastern kannst Du entweder nur alle Bits auf einmal zu
> 0 setzen  und musst dann alle anderen einzeln auf 1 setzen,
Das ist H316-Style. Ich finde, das geht.

> oder Du musst
> sie Bit für Bit umtoggeln.
Das ist HP-Style. Das finde ich noch besser. Wenn, würde ich diese
Variante bevorzugen.

> Die Kippschalter der PDPs kannst Du
> Gruppenweise mit quergelegtem Finger umschalten.
Das stimmt. Allerdings bin ich  mit dem Löschmodell schneller als bei
meiner 8, da ich da immer Schalter in beide Richtungen umlegen muß.

> Und was mir sowohl
> beim HP-Rechner, als auch bei unserem Personenaufzug und bei den
> modernen S-Bahn-Türtastern negativ auffaellt: Bei all diesen hat man
> keine haptische Rueckmeldung: Man drueckt irgendwie in eine Schaumgummi-
> polsterung rein, und es macht nicht Knick-Knack.
Hm, da ist was dran. Also müssen Schalter her, die vom Rechner aus
umgelegt werden können :-) Der H316 hat übrigens so einen Stromschalter,
den kann er im Notfall selbst wieder umlegen...
Oder es kommt ein kleiner Tongeber an die Schaltung, der einen Klang
abspielt (besser: Knacken, Pieps oder so), wenn ein Schalter gedrückt
wurde. Das könnte auch helfen.

> Und noch zwei Vorteile der Kippschalter: Man kann erstens den Boot-Lader
> blind eingeben, weil man mit den Finger die Bits ertasten kann.
Hm, ich kann das bei beiden Varianten nicht :-(
Geh einfach mal davon aus, daß man bei einer 8 "in programmierbarer
Logik" nie mehr einen Bootloader eintoggeln muß....!

> Und
> Spacewar ueber das Frontpanel zu spielen ist auch schwierig, weil Du nie
> weisst, in welcher Position die Steuerbits grade sind.
Ihh... Da müßte erstmal SpaceWar auf dem Teil laufen. Naja, könnte
gehen, da es ja mit einer RTC läuft. Eigentlich ein sehr sauberer
Programmieransatz.
Ich benutze mein selbstgebautes Joystickinterface *g*

>
>> Elektrisch ist alles kein Problem. Da werden Lampen, Schalter und
>> Taster an Schieberegister angeschlossen und das ganze über drei bis
>> vier Drähte an die Maschine angebunden. Das spart Verdrahtung, baut
>> kompakt und kann so schnell laufen, daß kein Mensch einen Unterschied
>> merken kann...
>>
> Klar, das geht wohl nicht anders. Aber verdrahten musst Du trotzdem: Von
> jedem Laempchen/LED zu einem Pin des Schieberegisters, sodann die SR
> untereinander. Die Verdrahtung der Schalter bleibt gleich, egal ob
> Kipp- oder Tipp. Du sparst nur PINs an Deinem FPGA.

> Bei Kippschaltern
> wuerdest Du sogar die Pull-Up-Widerstaende einsparen koennen.
> Die kann ich mir wahrscheinlich sowieso sparen, wenn ich die richtigen Register
nehme...

> Was fuer Schieberegister willst Du denn nehmen? TTL
Ja, irgendsowas. Ich stelle mir schon vor, daß die Schieberegister mit
200kHz bis wenige MHz getaktet werden. Dann kann man auch nicht mehr
sagen, das FP sei träge oder so. Es wird genauso aussehen, wie "echt":
Mit dunkleren und helleren Lichtern und schönem Flimmern.

Übrigens habe ich gesehen, daß es diese schönen kleinen Drucktaster mit
Kunststoffkappe (ca. 10x10mm²) gibt, wie man sie in den 80ern gerne an
Geräten fand. Die gibt es auch mit eingebauter LED. Das wäre auch eine
Möglichkeit, sehr kompakt zu bauen. Und einen fühlbaren Klick haben die
auch. Leider sind die Teile nicht sooo billig.

Übrigens wäre es denkbar, ein FP für jeden Geschmack zu bauen...

Gruß,
Philipp :-)

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