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Re: 1. RfD: Aenderung der Einrichtungsregeln Punkt 7 - Mindeststimmen

Von: Knut Luger (thunderbird@nightly.com) [Profil]
Datum: 19.07.2008 10:08
Message-ID: <4881A114.1060004@serpent.ath.cx>
Newsgroup: de.admin.news.regeln
* Harald Maedl writes:

> Marc Stürmer wrote:
>> Harald Maedl wrote:
>>
>>> Versetze dich doch einmal in die Lage eines Moderatorenmitgliedes. Da
>>> kommt ein RfD reingeschneit, den du weder inhaltlich teilst, weil es
>>> dabei um eine von dir benutzte Gruppe geht und weil du grundsätzlich
>>> bezüglich des Verfahrens eine vollkommen andere Meinung hast. Es ist
>>> doch klar wie Kloßbrühe, dass du in diesem Fall die Regeln sehr
eng
>>> auslegen wirst, eben weil der RfD dir unliebsam ist, selbst wenn du
>>> dich bemühst, dabei fair zu bleiben. Das ist so und das braucht
>>> keiner wegzudiskutieren.
>> Da widerspreche ich. Zuerst einmal wird jeder eingehende RfD absolut
>> gleich behandelt, da ist es nicht so, dass bei einem die Regeln mehr,
>> beim anderen laxer gehandhabt werden.
>
> Nein, so einfach ist das nicht und das jetzt bitte nicht negativ
> werten. Es ist deswegen nicht so, wie du sagst, weil Moderatoren
> Menschen sind und Dinge zu entscheiden haben. Faktisch ist es so, dass
> für jeden Menschen die Realität anders aussieht und man sich
> bestenfalls innerhalb eines bestimmten Rahmens annähern kann. Jeder,
> der nun irgendetwas objektiv zu entscheiden hat, entscheidet
> tatsächlich subjektiv. Dass man meint, objektiv zu entscheiden, liegt
> daran, dass einem dieses vom Gehirn vorgegaukelt wird. In Wirklichkeit
> jedoch hat das Gehirn die Entscheidung schon lange vorher
> vorweggenommen und es nur noch nicht dem Bewusstsein gesagt, wie es
> sich entscheiden wird. Dieses wird in vielen Untersuchungen zur
> Hirnforschung bestätigt.

Du präsentierst eine - zu Recht - höchst umstrittene Theorie als Tatsache.

> Und weil das so ist, denkt jeder Entscheider natürlich, dass er
> objektiv, gleichwertig, edel, weise und gut irgendwelche Anliegen
> behandelt. Aber insbesondere, wenn er emotional involviert ist, dann
> wird er irgendwas in dem einem Fall laxer und im anderen Fall weniger
> lax handhaben, weil er anders gar nicht agieren kann.
>
> Aus diesem Grund wird keine Angelegenheit, wenn es um Auslegungssachen
> geht, gleich behandelt. Und weil das so ist, hat jede Gesellschaft
> feste Regeln und Normen erfunden, um sich möglichst wenig um
> Objektivitäten scheren zu müssen. Man vermeidet damit Reibungspunkte.
> Wenn man so will, sind solche Regeln und Normen die Schnittmenge aller
> individuellen Weltsichten. Und Probleme treten immer dann auf, wenn
> irgendetwas oder irgendwer von der Norm abweicht und man dann die
> Regeln auslegen muss. In diesem Fall prallen die verschiedenen
> Objektivitäten in direkter Konfrontation aufeinander und man stellt
> einen Konsens her oder sehr oft dann eben nicht. Bei einem RfD ist dies
> nicht anders, wenn es um Auslegungsgeschichten geht.

Vorstehendes gilt dann für jede Entscheidung, auch ob ich d.a.n.a
abonniere oder ob und wie ich abstimme.

--

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