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Re: <2008-09-02> Moderationskonzept der derzeitigen Moderation

Von: Karim 'Kasi Mir' Senoucci (kasi.mir@melzone.de) [Profil]
Datum: 04.09.2008 18:19
Message-ID: <g9p1qk$104$1@jericho.melzone.de>
Newsgroup: de.admin.news.misc
Harald Maedl <harald.maedl@gmx.de> schrieb:

[...]
>LOL, wann war das letzte Neuwahlverfahren und welche menschlichen
>Abgründe hat es aufgerissen? Außerdem, warum sollte ich ein
>Neuwahlverfahren anleiern wollen, wenn ich mit der Arbeit der
>Moderatoren im wesentlichen durchaus zufrieden bin. Es geht mir doch
>nicht darum, der jetzigen Moderation ans Bein pinkeln zu wollen.
>Es geht mir um die Frage, ob solche mir essentiell erscheinenden Dinge
>wie die Moderatorenanzahl nicht besser durch die Netzöffentlichkeit
>entschieden werden sollte. Ich sähe keinen Nachteil darin, über solch
>eine Frage abstimmen zu lassen. Hast du Argumente dagegen?

Das Moderationskonzept dient nur der öffentlichen Dokumentation, wie die
Moderation ihre durch die Einrichtungsregeln, die Moderationswahlregeln
und die Charta von de.admin.news.announce definierten Aufgaben zu regeln
gedenkt; dieses sollte daher _immer_ von der Moderation verwaltet
werden. Wenn man die Ausgestaltungskompetenz der Moderation in dem einen
oder anderen Punkt beschränken möchte, dann ist der geeignete Weg ein
Verfahren zur Änderung der Charta oder der Regeltexte. So lange die
Regeltexte keine bestimmte Zusammensetzung, Aufgabenverteilung oder
Ausgestaltung der Moderation vorschreiben, ist es wenig sinnvoll,
Änderungregeln für einen unverbindlichen Infotext aufstelle zu wollen.

>Es gibt auch noch Menschen, die ihren Kini Ludwig wieder haben wollen.
>Einen Alleinunterhalter möchte ich persönlich nur im äußersten
Notfall
>haben, unabhängig dessen, was der technisch alles drauf haben mag.
>Das Moderatorenkonstrukt hat von der Anlage her gesehen gewisse Züge
>einer Autokratie, Oligarchie, Epistogratie und von mir aus auch in
>Personalunion mit einer Gerontokratie. Ich persönlich stehe solchen
>angeführten *-kratien grundsätzlich skeptisch gegenüber.

Die Netzöffentlichkeit hat damit - dokumentiert durch die
Regeltexte - offensichtlich wesentlich weniger Probleme; Moderationen
waren im Usenet schon immer nichtdemokratisch. Einzg das Korrektiv der
Moderationsneuwahl schützr vor zu großen Alleingängen der Moderatoren;
im übrigen wird der Effizienz der Vorrang gegenüber der Gerechtigkeit
oder auch nur der Nachvollziehbarkeit von Moderationshandlungen
eingeräumt. Diese Entscheidungen der Netzöffentlichkeit sind
natürlich schon relativ alt, wenn Du der Ansicht bist, daß sich die
Ansichten inzwischen deutlich in Richtung Deiner Meinung verschoben
haben, das ist das geeignete Mittel wie gesagt ein Richtlinien- bzw.
Chartaänderungsverfahren.

Gruß
Kasi Mir

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