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Re: Vorankuendigung: RfD zur Loeschung de.rec.sf.startrek.10vorne, de.rec.sf.startrek.technologie

Von: Raffael Herzog (devnull@raffael.ch) [Profil]
Datum: 16.08.2008 22:27
Message-ID: <g87d75$fjc$1@news2.open-news-network.org>
Newsgroup: de.admin.news.groups
Volker darkon Riehl wrote:

> Klar... Ist schon doof, daß man bei Abstimmungen nicht nur seinen Willen
> durchsetzen kann sondern auch die anderen mitreden dürfen...
>
> Wenn die Mehrheit nur eine Gruppe löschen will, dann hat die Mehrheit
> das so entschieden.

Argh! Ist doch unglaublich, es ist doch nicht so schwer zu verstehen: Wenn
ich bei allen Gruppen einzeln Ja stimmen muss, und nur für eine Gruppe eine
Mehrheit zustande kommt, dann bin ich ein Bestandteil einer Mehrheit, von
der ich kein Bestandteil sein will. Daher würde ich zu allem Nein stimmen,
auch wenn ich für eine Einstampfung wäre.

Das ist im Grunde ähnlich, wie wenn ich für Partei X stimme,
nicht weil die
gut finde, aber Partei Y zu schwach ist, und ich so eine Stimme "versenken"
würde, während es gerade sehr wichtig ist, dass Partei Z
nicht allzu sehr
dazu gewinnt => Partei X kriegt die Stimme.

Man nennt das strategisch abstimmen. Und strategisch richtig ist in einem
Fall wie hier, dass keine einzelnen Gruppen gelöscht werden, wenn, dann
eine Zusammenlegung. Also: Nein zu allem, sonst gebe ich plötzlich noch ein
Ja zu einer Einzellöschung. Oder, wenn ich der Proponent wäre,
gäbe es nur
eine vernünftige Entscheidung, wie Harald uns unlängst
demonstriert hat:
Antrag zurückziehen.

Wie man sieht, geht der Schuss nach hinten los: Ich habe nämlich kein
Problem damit, wenn andere mitreden. Aber mir wird durch so ein idiotisch
stures System verboten, meine Meinung zu sagen, weshalb ich mich in die
Defensive begebe und reaktionär abstimme: Es soll bleiben, wie es ist. Mit
der Variante, Nein zu Einzellöschungen aber Ja zu einer Zusammenlegung zu
stimmen, sähe das anders aus.

> Die Regeln sehen eindeutig vor, daß man keine Abstimmungen
für mehrere
> Punkte in einer Frage nutzen darf.

Was an sich schonmal fragwürdig ist, aber OK, das macht meist schon Sinn.

> Die Moderation erlässt in
> Ausnahmefällen eine Sonderregel um das in diesen speziellen
Fällen doch
> zu ermöglichen.

Und das wäre ein klassisches Beispiel, wo eine Ausnahme so richtig sinnvoll
wäre.

> Diese Sonderregeln sind aber nicht
> dafür da, daß ein paar Leute die nur "Alles oder
nichts" akzeptieren
> wollen das den anderen Wählern aufdrücken
können.

Man kann ja Nein stimmen? Wer drückt hier irgendwem etwas auf? Oh, richtig,
das habe ich oben beschrieben: Ohne eine solche Ausnahme wird mir ein Nein
aufgedrückt ...

Gruss,
Raffi

--
Come to think of it, there are already a million monkeys on a million
typewriters, and Usenet is *nothing* like Shakespeare!

herzog@raffael.ch · PGP Key 5D1FF5F4 · http://www.raffael.ch/

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