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1. RfD zur Aenderung der Einrichtungsregeln (Richtlinienverfahren)

Von: Michael Schumacher (misc_@gmx.de) [Profil]
Datum: 21.12.2009 22:00
Message-ID: <RfD-1-Richtlinienverfahren2009-20091221-1@dana.de>
Followup-to: de.admin.news.regeln
Newsgroup: de.alt.admin de.admin.news.regeln de.admin.news.groups de.admin.news.announce
1. RfD zur Änderung der Einrichtungsregeln
=========================================

+-------------------------------------------------------------+
|                    BITTE UNBEDINGT BEACHTEN!                |
+=============================================================+
| Da es in diesem RfD um Änderungen an den Einrichtungsregeln |
| geht ("Richtlinienverfahren"), wird die Diskussion *NICHT*  |
| wie sonst üblich in de.admin.news.groups, sondern in der    |
| extra für solche Fälle vorgesehenen Newsgruppe              |
|                                                             |
|                  ---> DE.ADMIN.NEWS.REGELN <---             |
|                                                             |
| geführt (der Followup-To:-Header ist entsprechend gesetzt)! |
+-------------------------------------------------------------+


Einleitung
----------

Die zur Einrichtung, Entfernung und Änderung von Newsgruppen
in de.ALL dienenden Richtlinien haben -- auch wenn sie in der
Vergangenheit meist gute Dienste geleistet haben -- durchaus
auch ihre Schwächen.  Einige davon möchte ich nachfolgend
aufzeigen, und zugleich Maßnahmen zur Diskussion stellen,
wie man diesen Schwächen meiner Meinung nach wirksam begegnen
kann.

Der grobe Plan sieht wie folgt aus: in diesem 1. RfD werde
ich diese Vorschläge erst einmal inhaltlich präsentieren,
um während der Diskussion herausfinden, welche davon (ggf.
mit gewünschten Änderungen) auf Akzeptanz oder auch auf
Widerstand stoßen, und außerdem, ob vielleicht noch weitere
Änderungswünsche bzgl. der aktuellen Einrichtungsregeln
bestehen, die dann ebenfalls im Rahmen dieses Verfahrens
behandelt werden können.

Nachdem alle Änderungswünsche festgelegt und inhaltlich
klar sind, möchte ich im 2. RfD die entsprechend diesen
Punkten zu ändernden "Regeltexte" zur Diskussion stellen
(bis dahin mögen die u.g. Änderungstexte als Anhaltspunkte
für die "finalen" Formulierungen dienen), und danach,
sofern keine wesentlichen Einwände kommen, die weitere
RfDs notwendig machen, zügig zur Abstimmung kommen.

Noch ein Hinweis; wenn im nachfolgenden von "Usenet" die
Rede ist, ist damit im Zweifelsfall dessen deutschsprachiger
Ableger de.ALL gemeint, und dort insbesondere de.!alt.


Hintergrund
-----------

Die aktuellen Wahlregeln setzen an verschiedenen Stellen
ein "ideales Usenet" voraus, sowohl was die Netizens, als
auch die erforderliche Technik -- insbesondere bei der
Zustellung von E-Mails -- angeht.  So wird z.B. implizit
angenommen, daß eine Abstimmadresse während der gesamten
Abstimmperiode ununterbrochen dazu in der Lage ist, dort
-- auf welche Weise auch immer! -- eingelieferte Stimmen
zu zählen bzw. wenigstens anzunehmen.  Oder auch, daß ein
Wähler nur einmal eine dem jeweiligen CfV entsprechende
E-Mail an die dort angegebene Adresse abschicken muß, und
damit "die Wahl für ihn erledigt" ist (außer, er überlegt
es sich anders und korrigiert seine Stimme(n) durch erneutes
Einsenden eines Stimmzettels).

Eben weil die Regeln von "idealen" Zuständen ausgehen,
fehlt ihnen ein Maßnahmenkatalog für den Fall, daß die
Realität vom Ideal abweicht.  Geht etwas schief, führt
dieser Mangel von definierten "Gegenmaßnahmen" fast
zwangsläufig zu Diskussionen über das weitere Procedere,
wobei bisweilen Regeln herangezogen werden, die mit dem
vorliegenden Fall wenig bis nichts zu tun haben, aber
entsprechend "umgewidmet" werden -- und da es dabei großen
Interpretationsspielraum gibt, kann man sich auch nicht
darauf verlassen, daß frühere Entscheidungen bei ähnlich
gelagerten Präzedenzfällen auch aktuell Anwendung finden
werden.  Was auch immer dann letztlich entschieden wird:
nicht jeder wird damit zufrieden sein, und im schlimmsten
Fall kann es passieren, daß Netizens sich enttäuscht und
verbittert von der aktiven Usenet-Mitarbeit zurückziehen,
-- was aber nicht im Interesse des Usenets liegen kann.

Obwohl es quasi unmöglich sein wird, die Regeln komplett
"wasserdicht" zu formulieren und alle Eventualitäten zu
berücksichtigen, ist es keinesfalls unmöglich, zumindest
für einige erkannte Schwächen entsprechende Vorgaben zu
machen, wozu die nachfolgenden Vorschläge dienen sollen.


1. Vorschlag: Wahladresse, Wahlwiederholung
-------------------------------------------

Im Moment schreiben die Regeln die Angabe exakt einer
Wahladresse vor, die beim Einreichen des (1.) CfV vom
Wahlleiter angegeben werden muß, und danach nicht mehr
verändert werden kann.  Normalerweise sollte eine einzige
Wahladresse sowohl ausreichend, als auch im Interesse des
Wahlleiters sein -- hat er doch mit nur einer Adresse
keinen "Synchronisierungsaufwand", der bei mehreren
Adressen auf unterschiedlichen Servern zwangsläufig
anfallen würde.

Bisher wird aber nicht erwähnt, daß diese Wahladresse
ganz bestimmte Bedingungen erfüllen muß, um einen
reibungslosen Wahlablauf zu gewährleisten: so muß sie
nicht nur "rund um die Uhr" erreichbar sein, sie muß
auch von jedem und über alle üblichen Mail-Zustellarten
erreicht werden können.  Das heißt, sie darf weder
Absender noch Absender-Domains filtern, und sie muß
auch "Direkteinlieferungen" via SMTP (Port 25) erlauben,
ebenso wie etwa Mailaustausch via UUCP.

In der Praxis bedeutet das, daß der Wahlleiter die
volle Kontrolle über die Adresse haben muß.  Es reicht
also keineswegs, "irgendeine" E-Mail-Adresse anzugeben,
die der Wahlleiter bei einem Provider eingerichtet hat
(etwa bei einem der zahlreichen kostenlosen Anbieter),
es sei denn, er könnte auch den zugehörigen Server
kontrollieren oder zumindest garantieren, daß die o.g.
Bedingungen jederzeit vollständig erfüllt sind.

1a)  Ich schlage daher vor, daß explizit auf diese
Problematik hingewiesen wird.  Für den Fall, daß
ein Proponent für die Durchführung der Wahl nicht
die GVV bemühen möchte, sondern selbst Wahlleiter
sein möchte, sollte auf eine Liste von Netizens
und Institutionen verwiesen werden, die zu diesem
Zweck geeignete Adressen zur Verfügung stellen
(die Liste selbst sollte in einem regelmäßig
geposteten Dokument, z.B. der GVV-FAQ, und auch
auf einer dana.de-Seite stehen und stets aktuell
sein).

Auch wenn die heutige Infrastruktur für Usenet und
E-Mails fast ausschließlich auf dem Internet basiert
und trotz hoher Komplexität erstaunlich zuverlässig
ist, kann es dennoch immer wieder zu technischen
Problemen kommen, und sei es nur durch einen kleinen
Schreibfehler in einer Konfigurationsdatei.  Passiert
dies während einer Wahl, sollte als grobe Faustregel
gelten:

1b)  Tritt während einer Abstimmung ein technisches
Problem mit der Wahladresse auf, durch das die
Stimmabgabe (in welcher Form auch immer) nicht
mehr korrekt gewährleistet ist, muß der Wahlleiter
dieses Problem ab Bekanntwerden binnen 24 Stunden
-- in begründeten Fällen, etwa wenn es der Hilfe
von Spezialisten bedarf, die übers Wochenende nicht
verfügbar sind, binnen max. 96 Stunden -- lösen,
ansonsten muß die Wahl abgebrochen werden; sie
kann danach binnen sechs Wochen (42 Tagen) durch
erneutes Einreichen eines CfV bei der d.a.n.a-
Moderation wieder neu gestartet werden.  Ausfälle
der Wahladressen, die mindestens einen Tag (24
Stunden) dauern, müssen der d.a.n.a-Moderation per
E-Mail vom Wahlleiter (ggf. auch nachträglich, also
nach dem eventuellen Beheben des aktuellen Problems!)
mitgeteilt werden, ebenso der Zeitpunkt, ab dem wieder
ein störungsfreier Betrieb möglich war; diese Mail(s)
veröffentlicht die d.a.n.a-Moderation als Followup
zum RfD/CfV-Thread dieser Wahl.

Überschreitet die Gesamtausfallzeit einer Adresse
während einer Wahlperiode insgesamt 96 Stunden, muß
die Wahl abgebrochen und ggf. wiederholt werden (s.o.).
Der Abbruch kann bei Erkennen der Übertretung der
Ausfallzeit vom Wahlleiter, der d.a.n.a-Moderation,
oder auch jedem Netizen durch eine entsprechende
E-Mail an die d.a.n.a-Moderation erfolgen, die sie
nach Prüfung (und als korrekt anerkannt) in d.a.n.a
veröffentlichen und damit für gültig erklären muß.

Einsprüche gegen den Wahlabbruch bei nachgewiesen
übertretenen "Auszeiten" der Wahladresse werden
ungeachtet ihrer Begründung generell abgewiesen.
Als Maßgabe ergeben sich die addierten Zeiten aus
den entsprechenden "Ausfall"-Postings in d.a.n.a
(lokale Ausfälle des Mail-Servers im "Kurzzeitbereich"
lassen sich ohnehin nur extrem schwierig bemerken
oder gar nachweisen -- daher die genannten Zeitlimits).

Daraus ergeben sich zwei weitere zu adressierende Fragen,
nämlich: wie kann das Problem gelöst werden, und wie
erfährt der Wähler davon.  Letztere wird bereits von
Punkt 2 der Wahlregeln prinzipiell vorweggenommen:
| Damit alle Administratoren und alle interessierten
| Netznutzer mitbekommen, welche Entscheidungen anstehen,
| müssen alle Ankündigungen und Einrichtungen über die
| Newsgruppe de.admin.news.announce laufen.
Da es im ureigenen Interesse eines Wählers liegen muß,
daß seine Stimme auch korrekt gewertet wird, halte ich
den folgenden Passus für ergänzenswert und notwendig:

1c)  Ein Wähler darf sich nicht darauf verlassen, daß
ein von ihm korrekt ausgefüllter und auch korrekt
per E-Mail an die angegebene Wahladresse gesandter
Wahlschein auch wirklich dort ankommt und korrekt
gewertet wird.  Er sollte auf jeden Fall d.a.n.a
regelmäßig verfolgen und anhand der dort zum
gegebenen CfV veröffentlichten Postings die Wahl
verfolgen; insbesondere sollte er beim Wahlergebnis
darauf achten, daß er gemäß den Angaben auf seinem
zuletzt eingereichten Wahlzettel korrekt gewertet
wurde, und widrigenfalls Einspruch einlegen.  Er
sollte aber auch auf weitere d.a.n.a-Postings zu
dieser Wahl achten, denn es könnte ja sein, daß es
wichtige Änderungen gibt (z.B. Abbruch der Wahl).
Verpaßt ein Wähler wichtige Bekanntmachungen, muß
er damit rechnen, daß seine etwaigen Einwände, die
sich nicht auf den aktuellen Stand der Modalitäten
beziehen, keine Berücksichtigung finden werden.

Zudem ist eine zurückgewiesene korrekte Wahl-E-Mail
noch kein Grund, einen Einspruch zu erheben; in
diesem Fall sollte man (auch ohne derzeitige und
diesbezügliche Meldungen in d.a.n.a) bis zu vier
Tage erneut versuchen, den Wahlschein einzureichen.
Vielleicht liegt der Fehler ja auch beim Wähler
selbst; wer sich unsicher ist, kann den Header
und Diagnosemeldungen des Servers (nicht aber
seinen ausgefüllten Wahlzettel!) zur Klärung nach
de.admin.news.groups posten.  Der Wähler sollte
außerdem seine Stimme möglichst früh, also binnen
der ersten zwei Wochen nach dem ersten Wahlaufruf
abgeben, um bei eventuell auftretenden Problemen
noch genügend Zeit zu haben, um innerhalb der
vorgegebenen Wahlfrist erneut abstimmen zu können.

Um Manipulationen seitens des Wahlleiters -- und auch
jegliche Verdachtsmomente ihm gegenüber -- weitgehend
auszuschließen, muß eine Wahl abgebrochen und ggf.
wiederholt werden, wenn nach Beheben eines Problems
mit der Wahladresse nicht mindestens noch 48 Stunden
für die Stimmabgabe verbleiben.  Die Gründe und die
Verantwortlichen für den Ausfall sind für diesen
Sachverhalt unerheblich.

Bleibt die Frage, wie man Probleme mit der Wahladresse
beheben kann.  Üblicherweise sind die Ursachen trivial
und kurzfristig (Stromausfall, Server-Ausfall/-Update,
loser Stecker, Kabelbruch, etc.), und insofern sind
auch die Lösungen trivial und kurzfristig umsetzbar,
sodaß der Wahlbetrieb nicht wesentlich bzw. nicht auf
längere Zeit gestört wird.  Aber was kann ein Wahlleiter
zwecks Abhilfe tun, wenn für ihn absehbar ist, daß die
Behebung nicht rechtzeitig (also innerhalb der o.g.
"Sperrfrist" bzw. "Maximalausfallzeit" von 96 Stunden)
zu bewerkstelligen ist, er aber kurzfristig für eine
funktionierende Ersatzadresse sorgen kann?  Hierzu
folgende Vorschläge (der zweite ist ergänzend und auch
optional):

1d)  Es können bereits beim (1.) CfV mehrere Adressen
für die Abstimmung angegeben werden.  Diese sollten
zum Zeitpunkt der CfV-Einreichung, sofern dort nicht
anders angegeben, alle zur Entgegennahme von Stimmen
bereit sein -- mindestens jedoch muß eine davon als
"sofort annahmebereit" gekennzeichnet sein; für die
nicht annahmebereiten Adressen muß der Wahlleiter im
CfV angeben, ab wann genau sie verfügbar sein werden
(wobei alle Termine mindestens 48 Stunden vor dem
Ende des Abstimmzeitraums liegen müssen).

Wenn in den Wahlregeln von "der" Wahladresse die Rede
ist, sind damit alle vom Wahlleiter im CfV genannten
und zum jeweiligen Zeitpunkt von ihm freigegebenen
Wahladressen gemeint.  Das bedeutet insbesondere, daß
erst dann ein Problem mit der Wahladresse besteht,
wenn alle freigegebenen Adressen über mindestens 24
Stunden hinweg nicht erreichbar sind (=> "Redundanz").
Und natürlich ändert es nichts daran, daß nur Stimmen
an "die" Wahladresse (auch wenn mehrere zur Auswahl
stehen sollten) gezählt werden, und auch nur eine
Stimme pro Wähler gültig ist, nämlich der zeitlich
zuletzt von ihm an eine gültige Wahladresse und vor
Ende der Abstimmperiode abgeschickte Wahlzettel.

Es obliegt dem Wahlleiter, Abstimmungen auf allen von
ihm freigegebenen Wahladressen zu synchronisieren und
zu werten.  Es obliegt dem Wähler, bei Versagen einer
freigegebenen Adresse (erkennbar an einer Fehlermeldung
des Mailer-Dämons, oder beim Ausbleiben von Einzel- oder
Sammelbestätigungen) auch eine beliebige andere im CfV
angegebene und vom Wahlleiter freigegebene Adresse für
eine (wiederholte) Stimmabgabe zu benutzen.

1d-opt1)  Falls Probleme mit der im CfV angegebenen
Wahladresse auftreten, kann der Wahlleiter sie im
Rahmen eines erneuten Wahlaufrufs unter folgenden
Voraussetzungen und wie folgt ergänzen bzw. ersetzen:

- der d.a.n.a-Moderation werden drei Tage (72 Stunden)
zugestanden, den erneuten CfV zu veröffentlichen; da
noch mindestens 48 Stunden (netto) zur Stimmabgabe
bereitstehen müssen, und die Verbreitung des CfV auch
einige Zeit benötigt, darf ein solcher "Änderungs-CfV"
nicht später als sechs Tage (144 Stunden) vor Wahlende
eingereicht werden

- der erneute Wahlaufruf muß an "prominenter Stelle",
am besten schon im Betreff ("[Achtung!] x. CfV..."),
und auf jeden Fall am Anfang des CfV-Textes deutlich
kenntlich machen, daß es hier um eine eine Änderung
der Wahladresse geht (die d.a.n.a-Moderation muß vor
der Veröffentlichung prüfen, ob das der Fall ist, und
diesen Hinweis ggf. ergänzen)

- die geänderte Wahladresse muß zum Zeitpunkt der
erneuten CfV-Einreichung voll einsatzbereit sein,
also alle dort eingereichten Stimmen aufnehmen
(ansonsten Wahlabbruch und evtl. Neustart; s.o.)

- es muß klargestellt werden, welche Probleme mit
der alten Wahladresse aufgetreten sind bzw. dort
auftreten können, sowie, ob sie auch weiterhin,
wenn auch nur eingeschränkt gültig ist (wenn einen
die genannten Probleme nicht betreffen, spricht ja
nicht zwingend etwas dagegen, sie auch zu benutzen)

- alle bereits über die bisherige Wahladresse zum
Wahlleiter vorgedrungenen Stimmen müssen im erneuten
CfV gelistet werden (und zwar nur die Wähler und deren
E-Mail-Adressen, nicht aber ihre jeweiligen Stimmen);
anders ausgedrückt: der erneute CfV erhält eine
Sammelbestätigung, und die so bestätigten Stimmen
behalten ihre Gültigkeit; Wähler, die bereits vorher
abgestimmt haben, aber nicht in der Sammelbestätigung
gelistet werden, sollten zur Sicherheit erneut an
eine nunmehr für gültig erklärte Wahladresse abstimmen

- am eigentlichen Wahlziel, das im 1. CfV vorgegeben
wurde, also dem eigentlichen Abstimmungsgrund und
den diesbezüglichen Wahlmöglichkeiten, darf absolut
nichts geändert, gelöscht, oder hinzugefügt werden
(und das ist genau so gemeint: es ist nicht einmal
das Berichtigen eines offensichtlichen Tippfehlers
erlaubt -- dazu gab es vor Einreichen des 1. CfV
schließlich genügend Zeit!)

NB: Selbst wenn alle diese Punkte in einer Neufassung der
Wahlregeln berücksichtigt würden, hätten sie minimale
Auswirkungen gegenüber dem Status quo, weil sie entweder
nur informativer Natur sind, oder aber nur in den Fällen
Anwendung fänden, wo es tatsächlich "klemmt" -- was bisher
nicht allzu oft vorgekommen ist, und uns auch zukünftig
hoffentlich weitgehend erspart bleiben wird.  Aber für
kommende Eventualitäten hinsichtlich der Wahladresse und
Wahlwiederholungen gäbe es klare Vorgaben, wie sie zu
behandeln sind.

Es existiert aber noch eine weitere Möglichkeit, um faire
Usenet-Wahlen durchzuführen -- und zwar insbesondere unter
weitgehender Beibehaltung der bisherigen Wahlregeln, der
d.a.n.a-Moderation, und anderer "Traditionen".  Obwohl
schon öfter mal "in den Ring geworfen", wurde sie, soweit
ich weiß, noch nie wirklich "offiziell" diskutiert.  Dieses
Modell möchte ich -- weil's genau paßt -- hiermit ebenfalls
zur Diskussion stellen.  Es bliebe danach alles beim alten:
RfD bei der d.a.n.a-Moderation einreichen, Diskussion in
de.admin.news.groups führen, ggf. CfV-Einreichung bei der
d.a.n.a-Moderation, die auch das Ergebnis veröffentlicht
und eventuelle Einsprüche handhabt -- einzig die Abstimmung
würde sich ändern und komplett "Usenet-intern" abgehalten:

1e)  Statt Wahlzettel per E-Mail an den Wahlleiter zu
senden, werden diese als Followup zum Wahlaufruf
in de.admin.news.groups gepostet; der Wahlleiter
wertet sie am Ende der Wahlperiode aus und schickt
anschließend das Ergebnis zur Veröffentlichung an
an die d.a.n.a-Moderation.

Welch Frevel!  Zeter und Mordio!  Teer und Feder zu mir!

Und nun beruhigt Euch bitte wieder -- es ist ja "nur" ein
Vorschlag!  Als ich das zum ersten Mal gelesen habe, kam
mir auch der berühmte "Untergang des Abendlandes" in den
Sinn, und ich hielt das für einen schlechten Scherz...

Weit gefehlt: es ist ein *brillanter* *Witz* -- im besten
Sinne des Wortes!  Wenn man nämlich mal genau und ohne
Vorurteile darüber nachdenkt, wird's fast schon unheimlich:

- die Wahlregeln würden drastisch vereinfacht; insbesondere
würden auch fast alle hier gemachten Wahländerungs- bzw.
Ergänzungungsvorschläge hinfällig, sofern sie nur die
Sonderfälle bei Usenet-Wahlen per E-Mail adressieren

- jeder Netizen kann Artikel posten und lesen -- folglich
kann er dieses Medium auch für Abstimmungen nutzen (gut,
"normal" gehört zu News auch Mail -- aber wann geht mal
ein Posting verloren, und wieviel Ärger gibt's mit Mail,
insbesondere auch wegen ungültiger Adressen von anonym
sein- und bleibenwollender Netizens?  Das mag "älteren"
Netizens wie mir zwar ein Dorn im Auge sein, aber das
ist nun mal aktuelle Realität, und Usenet-Wahlen sind
kein wirklich geeignetes Mittel, um anonyme Poster zu
bekehren!)

- Realname?  Kein Thema mehr -- es darf ja jeder Netizen
abstimmen (und seine Identität ist quasi genausowenig
nachprüfbar wie die Frage, ob er nicht mehrere Accounts,
oder auch seine "unwissenden Kommilitonen" als Wahlvieh
mißbraucht -- was durchaus schon vorgekommen ist!); und
wer seit längerem als "Idi Ot" (none@invalid.invalid)
in verschiedenen Usenet-Gruppen in Erscheinung getreten
ist, muß sich nicht extra für eine Wahl eine -- ohnehin
völlig irrelevante! -- Identität zulegen; die hat er sich
vermutlich ohnehin schon längst "in hinreichender Menge"
besorgt (und nicht zu vergessen: es *gibt* definitiv sehr
gute Gründe, z.B. auch im Usenet seine Identität nicht
preiszugeben und zu vermeiden, daß sie unabsichtlich
offengelegt wird!  Da es ohne Kenntnis der Hintergründe
nicht entscheidbar ist, ob der verwendete "Alias"-Name
wirklich gerechtfertigt ist, oder ob es sich um reine
Paranoia oder auch gezielte Provokation handelt, muß
man der Fairneß halber /jedem/ das Recht auf Anonymität
zubilligen -- oder sie jedem verweigern, was aber nicht
mit der Offenheit dieses Mediums vereinbar ist!)

- Reply-fähige Email-Adresse --  wozu?  Das Posting mit
der Stimmabgabe ist entweder "echt vorhanden" (ggf. über
"öffentliche Newsserver" wie z.B. groups.google eruierbar),
oder es ist es eben nicht

- kein "Ärger" mehr wegen versehentlich nicht gemailter,
sondern typischerweise nach d.a.n.g geposteter Wahlscheine
(die wären dann ja kein Fehler mehr, sondern sogar ganz
offiziell erforderlich!)

- jeder hätte jederzeit die Möglichkeit zur Wahlkontrolle
(die Stimmzettel wären ja komplett öffentlich, also kann
sie auch jeder nachzählen)

Gäb's denn auch Nachteile bei diesem Verfahren?  Denn was
so einfach und gut aussieht, das *muß* doch einfach einen
Haken haben!?  Na, dann schaunmermal:

- "Das ist doch keine geheime Wahl mehr!"  Sorry, aber das
waren Usenet-Wahlen noch nie!  Denn spätestens mit der
Bekanntgabe des Ergebnisses wird jeder Wähler "geoutet",
also seine Wertung bekanntgegeben

- "Das ist doch unfair, wenn man weiß, wie bisher abgestimmt
wurde!"  Hm..  Und warum?  Bei Usenet-Wahlen geht es doch
letztlich für jeden Wähler darum, für sich selbst zu prüfen,
ob man einen unterbreiteten Vorschlag aus eigener Überzeugung
für gut befindet, oder ihn ablehnt.  Niemand wird nach seinen
Beweggründen gefragt, warum er wie gestimmt hat, und niemand
wird "schief angesehen", weil er so oder anders gestimmt hat.
Dazu kommt, daß der Abstimmung ja eine Diskussionsphase (RfD)
vorangegangen ist, an der die späteren Wähler teilgenommen
und meist schon zu erkennen gegeben haben, wie sie sich bei
der Abstimmung verhalten werden.  Davon abgesehen: es darf
eigentlich nicht so sein, daß man das eigene Wahlverhalten
von dem eines anderen abhängig macht, und natürlich hat jeder
Wähler die Möglichkeit, bis zur "Deadline" (also dem Ende der
Abstimmung) erneut abzustimmen und damit seine bisherige(n)
Stimme(n) zu revidieren -- ergo: wenn überhaupt, existiert
dieses "Voreingenommenheitsproblem" allenfalls im Kopf eines
wenig selbstbewußten Wählers, aber keinesfalls generell

- "Aber die Cancels!"  Hm..  Welche Cancels?  :->

- "Aber können wir über derart krasse Änderungen 'einfach so'
abstimmen?"  Natürlich!  Was die Toplevel-Domain (TLD) "de."
im Usenet angeht, haben "wir" freie Hand -- wir müssen uns
nur darüber einigen, wie wir sie gerne verwaltet sähen.  Und
genau wie in den "Big8" und allen anderen Usenet-TLDs heißt
das nichts anderes, als daß wir uns unsere eigenen Regeln
geben (bzw. sie anpassen) müssen, nach denen wir "unseren"
de.-Gruppenbestand verwalten.  Allerdings müssen wir hierbei
auf die speziellen Befindlichkeiten von "de.alt" achten, aber
die hier von mir vorgetragenen Vorschläge betreffen "de.alt"
nur, falls sie diese mal dort einsetzen möchten (ansonsten
gilt dort weiterhin "Anhang A" der aktuellen Regeln)

Ich habe lange über diese "Posting-Abstimmung" nachgedacht
und auch darüber, ob ich sie hier wirklich "ganz offiziell"
vorschlagen sollte, aber da Ihr den Vorschlag gerade gelesen
habt, kennt Ihr meine Entscheidung.  Ich finde wirklich kein
einziges "Haar in der Suppe", das mir den Appetit verderben
würde: das *ist* problemlos machbar, und es sollte zumindest
als Alternative zur gewohnten "E-Mail-Abstimmung" Einzug in
die Regeln finden -- Eure Entscheidung; ich kann's ja nicht
mehr als vorschlagen und begründet (s.o.) empfehlen!


2. Vorschlag: Einzelbestätigungen, 2. CfV
-----------------------------------------

Es ist bereits übliche und bewährte Praxis, daß der Wahlleiter
jede bei ihm eingegangene Stimme einzeln an dessen Absender
bestätigt (also auch mitteilt, wie seine Stimme(n) gewertet
wurde(n)).  Zudem empfehlen die Regeln das Einreichen eines
2. CfV "zur Mitte der Wahlperiode", in dem alle aufgelistet
werden, die bereits abgestimmt haben (natürlich ohne ihre
jeweiligen Stimme(n) anzugeben), und erneut auf die laufende
Wahl hingewiesen und zur Stimmabgabe aufgerufen wird.

Bisher ist das aber eine reine "Kann"-Bestimmung, d.h., es
ist derzeit auch völlig regelkonform, nur einen einzigen CfV
zu posten, gefolgt vom abschließenden Endergebnis ("Result").
Das bedeutet, daß ein Wähler bis zu vier Wochen darauf warten
muß, um festzustellen, ob seine Stimme auch korrekt gewertet
wurde (auch Einzelbestätigungen sind "Kann"-Bestimmungen!),
und falls nicht, bleibt ihm nur der Weg über einen offiziellen
Einspruch.

Das ist mehrfach ärgerlich: das lange Warten (weil es weder
Einzel- noch eine zwischenzeitliche Sammelbestätigung gibt),
keine Erinnerung in d.a.n.a für das laufende Verfahren, und
der Ärger, falls sich beim Result herausstellen sollte, daß
Stimmen nicht oder falsch gewertet wurden (-> Einspruch,
Diskussionen, Verzögerung des Results oder ggf. sogar die
Entscheidung, die Wahl für ungültig zu erklären, was evtl.
zu einer Wahlwiederholung führt, etc.).

All das ließe sich vermeiden, indem man Einzelbestätigungen
(binnen 96 Stunden) und einen 2. CfV mit Sammelbestätigungen
verbindlich vorschreiben würde -- was ich hiermit vorschlage.

Wie gesagt: das ist ohnehin die weitaus überwiegende Praxis
bei de.-Wahlen!  Es gibt passende Software, die dabei hilft,
das so zu handhaben, es gibt die GVV (die selbige einsetzt),
und zu Zeiten von Internet-Flatrates dürfte es auch keine
finanziellen Gründe mehr geben, Einzelbestätigungen oder einen
2. (oder 3.) CfV mit einer Sammelbestätigung zu versenden oder
zu empfangen.

Und natürlich ist dieser Punkt nur relevant für Abstimmungen
per E-Mail, nicht aber für die unter Punkt 1e) vorgeschlagenen
"Usenet-Abstimmungen".


3. Vorschlag: Festlegung der Wahlperiode
----------------------------------------

Die aktuellen Regeln bestimmen, daß die Wahlperiode mindestens
drei, aber höchstens vier Wochen betragen darf.  Es ist dabei
aber nicht wirklich einsichtig, warum manche Wahlen über
vier Wochen laufen dürfen, andere dagegen nur über drei Wochen.
Ich schlage daher folgende Änderung vor:

Die Wahldauer beträgt vier Wochen (28 volle Tage), beginnend
mit dem Tag nach der Veröffentlichung des 1. CfV in d.a.n.a;
die d.a.n.a-Moderation trägt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
im CfV das Ende der Wahlperiode ein, wobei der Folgetag der
Veröffentlichung den 1. Tag der 28-tägigen Abstimmdauer
angibt.  Nur Stimmen, die vor 24 Uhr am angegebenen Stichtag
bei der Wahladresse des Wahlleiters eingehen, werden gezählt.


4. Vorschlag: Mindestzahl der Ja-Stimmen
----------------------------------------

Auch wenn es wehtut, es sich einzugestehen: das Usenet hat bei
weitem nicht mehr die Bedeutung, die es in der "Pre-Web-Ära"
einmal hatte.  Die Gesamtbeteiligung (also die Anzahl aktiver
Netizens) schrumpft weltweit, und "natürlich" auch in "de.".

Zwar gehöre ich zu den Optimisten, die hoffen, daß sich die
Teilnehmerzahl etwa auf dem Niveau von 1997 (der Zeit vor dem
großen "Internet-Boom" mit AOL- und sonstigen Dotcom-Blasen)
einpendelt, aber das ist eben erst mal nur eine Hoffnung.

Ich leide als langjähriger Netizen bei dieser Frage wie ein
Stoiber, aber ich fürchte, ich muß sie einfach stellen: sind
60+ Ja-Stimmen für einen Abstimmungserfolg noch zu halten?
Im Moment vielleicht noch "gerade so", aber der Trend geht
seit Jahren nach unten, und realistisch betrachtet wird er
sich vermutlich (leider) erstmal fortsetzen.

Darum schlage ich die Zahl 51 vor (17 mal 3), natürlich bei
Beibehaltung der 2/3-Regelung -- also mindestens 51 Ja-Stimmen
bei (in diesem Fall) höchstens 34 Nein-Stimmen und keiner
Enthaltung ("Enthaltungen" sind ja verkappte Nein-Stimmen; das
"sollte man" vielleicht auch mal irgendwo festhalten!).

Und ja, ich habe daran gedacht, daß auch "42" durch 3 teilbar
ist -- aber die habe ich schon anderweitig hier untergebracht
und Wiederholungen gefallen bekanntlich nicht!  ;-)


Nachwort
--------

Dies also sind meine Vorschläge, und ich bitte Euch, sie genau
zu überdenken und ggf. zu kommentieren (und bitte auch möglichst
exakt begründen, falls Ihr mit einem Punkt nicht einverstanden
seid, bzw. ihn gerne (wie?) geändert sehen möchtet).  Ansonsten
können auch gerne zusätzliche Wünsche von Eurer Seite für die
"zukünftigen" Wahlregeln geäußert werden (das gilt sowohl
für
de.!alt als auch für den "Anhang A" von de.alt).

Ich bedanke mich schon einmal für Eure Mitarbeit, und freue
mich auf eine faire und erfolgreiche Diskussion!  :-)


Proponent ("Master of Disaster")
--------------------------------

Michael Schumacher (misc_@gmx.de).


mike
--
Fertige Artikel für de.admin.news.announce, Einsprüche und sonstige
Mail an die Moderation bitte an <moderator@dana.de>. Bitte keine
Diskussionsbeiträge an diese Adresse. Weitere Informationen zum
Verfahren in <news:de.admin.infos> und unter <http://www.dana.de/mod>.


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