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Ist de.alt.fan.tabak eine Sekte?

Von: Sektenbeauftragter der EKIR (info@sektenfragen.de) [Profil]
Datum: 21.10.2008 20:55
Message-ID: <gdl8jq$b4h$1@news.albasani.net>
Newsgroup: de.soc.recht.strafrecht de.alt.fan.tabak de.admin.net-abuse.news
http://www.ekir.de/ekir/sektenfragen_18303.php

Checkliste zur Beurteilung von fragwürdigen Gruppen und Gemeinschaften
1. Versprechungen / Angebote
a.. Die Gruppe verspricht Glück, Gesundheit, Erfolg, Orientierung,
Sinn, spirituelle Erfahrung, die Wahrheit und Hilfe für die gesamte
Lebensgestaltung.
b.. Sie bietet Wärme und Geborgenheit in der Gemeinschaft und gibt
vor, ein umfassendes Verständnis für alle persönlichen Probleme zu
haben.
c.. Das Weltbild ist überraschend einfach und oft an einem
Schwarz-Weiß-Schema orientiert.
d.. Auch das Programm ist auf den ersten Blick einleuchtend. Es
verspricht einfache Lösungen bei allen Konflikten.
e.. Es kann dazu kommen, dass dem Einzelnen Lebensentscheidungen durch
die Gruppe abgenommen werden.
2.  Gruppenstruktur / Methoden
a.. Die Gruppe schottet sich nach außen ab (gegenüber Eltern, Familie,
Freunden, Kollegen etc.) und entwickelt ein elitäres
Überlegenheitsbewusstsein.
b.. Es gibt eine klare Unterscheidung zwischen "drinnen" und
"draußen".
c.. Es wird allmählich immer mehr Zeit in und mit der Gruppe
verbracht. Sie wird mehr und mehr zum zentralen Lebensinhalt
und -mittelpunkt.
d.. Es wird ein großes zeitliches, geistiges und körperliches
Engagement erwartet (kann auch zu Schlafmangel und Erschöpfung führen).
e.. Durch Verbote und andere Maßnahmen durch die Gruppe kann die
Informationsaufnahme durch die Medien und dadurch die eigenständige
Teilnahme am öffentlichen Leben deutlich reduziert oder sogar
unterbunden werden (kein Fernsehen, Presse, Literatur, Internet).
f.. Die Gruppe hat rigide Regeln und/oder Rituale, die eingehalten
bzw. vollzogen werden müssen und überwacht werden.
g.. Die Gemeinschaft ist hierarchisch aufgebaut. Die Beziehungen
untereinander bilden sich überwiegend im Über-/Unterordnungsverhältnis
ab.
h.. Die Gruppenmitglieder kontrollieren sich gegenseitig.


3. Umgang mit Kritik
a.. Kritik innerhalb der Gruppe ist unerwünscht oder wird
sanktioniert. Kritiker werden oftmals isoliert. Die Ursachen der Kritik
liegen immer im Kritiker selbst. Wer kritisiert, hat (noch) nicht
wirklich verstanden, worum es geht.
b.. Kritik von außerhalb basiert auf Fehlinformationen oder dient der
Verleumdung der Gruppe. Sie wird sofort entwertet.
c.. Besonders Kirchen, Psychologen, Psychiater und Eltern werden
oftmals als Feinde betrachtet.
d.. Aussteiger werden totgeschwiegen und/oder als Verräter
ausgegrenzt.
4. Führer / Meister / Guru
a.. Viele Gemeinschaften kennen eine zentrale Figur als Führer,
Meister, Guru, Prophet, spiritueller Lehrer, Avatar o.a. Sie beansprucht
absolutes Vertrauen. Ihre Meinung, Lehre und Anordnungen gelten als
nicht kritisierbar. Sie hat die höchste Autorität in der Gruppe und
steht an der Spitze der Hierarchie.



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